Karel Graf de Beaufort

Karel Godin de Beaufort verbreitete schon rein optisch Respekt – er war fast 2 Meter groß und war bärenstark. Einmal versuchte ein Mechaniker an seinem Porsche Spyder eine Flügelmutter zu lösen. Trotz Werkzeug und eines zweiten Mechaniker ließ sich die Flügelmutter nicht bewegen. Daraufhin packte Karel Godin de Beaufort einmal mit Daumen und Zeigefinger zu und schon war die Flügelmutter gelöst.

  Bei dem Sportwagenrennen auf der Avus, in welchem Jean Behra über den Rand der Nordkurve rausflog und einen Betonsockel und Fahnenmast traf und auf der Stelle starb, verunglückte auch de Beaufort. Der Porsche Spyder geriet in der nassen Steilwandkurve ins Schleudern und rutsche über die Kante herunter. Nach einigen Sekunden erschien ein Porsche Spyder mit der Nummer des Grafen Beaufort vom Fahrerlager (lag hinter der Steilwand) wieder auf der Rennstrecke. Der Wagen war über die Steilwand heruntergekippt, ohne auf der steilen Grasfläche, die achtzehn Meter herunterging, auch nur einen Baum zu berühren. De Beaufort saß immer noch im Wagen - Anschnallgurte waren zu dieser Zeit noch ein Fremdwort.

Er ließ den Motor wieder an und fuhr wieder auf die Rennstrecke. Nach zwei Runden wurde ihm die schwarze Flagge gezeigt, weil sein Wagen erheblich beschädigt war.

1962 stellte der Graf mit seinem Vierzylinder Formel 1-Porsche einen Zuverlässigkeitsrekord auf. Er startete in 23 Formel 1-Rennen und sah in 22 Rennen das Ziel.

Beim Großen Preis auf dem Nürburgring lieh er Gerhard Mitter seinen zweiten Formel 1-Porsche. Gerhard Mitter belegte mit dem untermotorisierten Wagen einen hervorragenden 4. Platz.

Karel Godin de Beaufort starb am 2. August 1964.

 

 

 

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