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VI. Internationales ADAC 1000-Kilometer-Rennen 1960

22. Mai 1960

Bilder: Werner Ullrich, Ulrich Schup
Bericht Burkhard Köhr

 

  Der Zuschauer-Magnet  

Nürburgring-Nordschleife
Streckenlänge: 22,810 Kilometer
44 Runden = 1003,640 Kilometer Renndistanz

250.000 Zuschauer waren zum Ring gekommen. Die Parkplätze waren überfüllt  und die Programmverkäufer und Imbissbuden machten Rekordumsätze.

Nicht die favorisierten Ferrari, Maserati oder Aston Martin standen auf der Pole-Position sondern Joakim Bonnier mit einem Porsche 718 RS 60. Beim LeMans-Start sprangen alle Porsche erst verspätet an und sie mussten dem Feld hinterherhetzen. Joakim Bonnier machte in der 1. Runde ca. 50 Plätze gut als er an 7. Stelle liegend die Ziellinie überquerte.

Im Verlaufe des Rennens wurde der Nebel immer dichter. Teilweise betrug die Sichtweite nur 30 bis 40 Meter.  

 

  
   Wolfgang Graf Berge von Trips auf Ferrari 250 Testa Rossa mit der Startnummer 1.
Nach 34 Runden in Führung liegend, musste Graf Trips den V12-Zylinder mit Motorschaden abstellen. Wenig später wurde der bis dahin an vierter Stelle im Gesamtklassement liegende Allison/Mairesse-Ferrari von Phil Hill/Graf Trips übernommen. Hill/Trips fuhren den Wagen auf den dritten Rang. Wobei Phil Hill diesen Platz alleine herausfuhr. Graf Trips kam auf den Wagen mit der Startnummer 2 im Rennen nicht mehr zum Einsatz.


Nochmals der Ferrari 250 Testa Rossa. Der Fahrer ist zu diesem Zeitpunkt vermutlich Phil Hill.


Der zweite Ferrari 250 Testa Rossa mit Willy Mairesse, Cliff Allison und Phil Hill belegte den 3. Gesamtrang mit einem Rückstand von 4 Minuten auf die Sieger Stirling Moss und Dan Gurney. 


Die Zweitplatzierten Joakim Bonnier und Olivier Gendebien auf Porsche 718 RS. Der Porsche 718 RS wurde in dem 1000-Kilometer-Rennen 1960 sehr erfolgreich eingesetzt.


 
Mit der Startnummer 36 belegten Heini Walter und Thomas Losinger den 6. Gesamtrang auf einem Porsche 718 RSK.



Paul Frére und Carel Godin de Beaufort fuhren mit ihrem Porsche 718 RS auf den 9. Gesamtrang. Der Gesamterfolg von Porsche wurde durch den 4. Platz von Hans Hermann und Maurice Trintignant (Startnummer 23) abgerundet.

 

 
Der Porsche 356B S90 wurde von Helmut Schulze und Wittigo von Einsiedel im Rennen gefahren. Sie kamen auf den 19. Gesamtrang. Im Training gab es auf dem Wagen einen ständigen Fahrerwechsel. Es setzten sich noch Hans Hermann, Herbert Linge, Joakim Bonnier, Edgar Barth, Sepp Greger, Antonio Pucci und Olivier Gendebien an das Steuer.

 


Hugues Hazard und Maurice van der Bruwaerne starteten in der Sportwagenklass bis 1150 ccm Hubraum. Mit dem D.B. Panhard kamen sie auf den 30. Gesamtrang.

 


Der Ferrari 250 GT Interim mit der Startnummer 72 von Lucien Bianchi und Jo Schlesser. Sie belegten den 11. Gesamtrang.

 

  
Ein seltenes Foto von Carlo Peroglio und Piero Frescobaldi mit ihrem Ferrari 250 GT California. Sie hatten im Training einen Unfall und konnten nicht starten.

 

  
Fitz Hahnl und Helmut Zick (Startnummer 82) steuerten ihren Porsche 356B auf den 14. Gesamtrang. Noch weiter vorne landeten Paul-Ernst Strähle und Hans-Joachim Walter mit ihrem Porsche Abarth 356B Carerra GTL (Startnummer 83). Nach 40. Runden sahen sie als Zehnte im Gesamtklassement das Ziel.  

 

  
Der Lotus Elite von John Wagstaff und Alan Stacey (Startnummer 117) belegte den 1. Platz bei den GT-Wagen bis 1300 ccm Hubraum.

 

     
Bernard Consten und José Rosinski belegten auf Alfa Romeo Giulietta SV nach 33. Runden den 41. Gesamtrang. Sie starteten in der GT-Klasse bis 1,3 Liter Hubraum.

    


Der Aston Martin DBR1 von Ian Baillie und Edward Greenall dicht gefolgt von dem Porsche 356B von Heinz Schiller und Nadege Ferrier in der Wehrseifen-Kurve. Am Ende des Rennens sah die Reihenfolge anders aus. Schiller/Ferrier belegten den 16. Gesamtrang mit 40 Runden. Baillie/Greenall folgten auf Rang 22 mit 39 Runden.


            
Die Evolution des Driftwinkels auf der Nordschleife.

         

   
Cyril Simson (GB) und Paul Hawkins (AUS) starteten mit einem „Forschauge“-Austin-Healey. Sie belegten in der Sportwagenklasse bis 1150 ccm Hubraum den 6. Platz.

 


Die Amerikaner Leon Lilley und Fred Gamble waren 1960 mit einer Chevrolet Corvette am Start. Allerdings erfreute der Renner die Zuschauer nur im Training und am Anfang des Rennens. Schon in den ersten Runden schied der Wagen mit Leon Lilley am Steuer aus. Ulrich Schup ist ein echter Schnappschuss gelungen!

 

   
Der Ferrari Dino 246 S mit Giorgio Scarletti am Steuer. In der 14. Runde fuhr Scarlatti routinemäßig zum Tanken an die Box. Überfließendes Benzin entzündete sich am Motor und setzte den Wagen blitzartig in Brand. Scarlattis Rennoverall fing Feuer, konnte jedoch von der Boxencrew erstickt werden. Scarlatti trug nur leichte Brandverletzungen davon. Das Feuer griff auch auf die Benzinfässer in den Boxen über. Es sah fast so aus, als würde die ganze Boxenreihe in einem Flammemeer untergehen. Erst nach 5 Minuten war der Brand gelöscht. Vom Ferrari blieb nur ein rauchendes Wrack über. Der Wagen von den Brüdern Ricardo und Pedro Rodriguez (Ferrari Dino 196S) mit der Startnummer 27, der ebenfalls zum Nachtanken an der Box stand, wurde von den Mechanikern in Sicherheit gebracht, bevor das Feuer übergreifen konnte. Leider war ihnen später das Glück nicht mehr Hold. In der 31. Runde mussten sie mit Motorschaden auf Platz 8 liegend aufgeben.  

 

   Ein Ferrari 250 GT überholt einen Lotus
Die Brüder Ricardo und Pedro Rodriguez waren 1960 mit einem Ferrari Dino 196S in der Sportwagenklasse bis 2-Liter-Hubraum am Start. In der 31. Runde mussten sie mit Motorschaden an 8. Stelle im Gesamtklassement aufgeben. 

 

Nach knapp 90 km ist für Jim Clark Schluss mit Motorsport beim 1000km-Rennen    Jim Clark und der Streckenposten und Eifelbewohner
Jim Clark und Roy Salvadori waren mit einem Aston Martin DBR1 am Start. Leider schied Jim Clark vorzeitig in der 6. Runde aus. Roy Salvadori war somit nur als Zuschauer zum Ring gereist.

   
Im anderen Aston Martin DBR1 fuhren Ian Baillie und Edward Greenall das Rennen zu Ende. Nach 39. Runden überfuhren sie die Ziellinie und belegten Platz 5 in der Sportwagenklasse bis 3000 ccm Hubraum.

     
Der Maserati Tipo 61 Birdcage von Masten Gregory und Gino Munaron. Das Duo belegte den 5. Platz in der Gesamtwertung.

   
Ein Blick von der alten Postbrücke in Richtung Aremberg-Kurve.

 

      

      
Stirling Moss und Dan Gurney gewannen das 1000-Kilometer-Rennen 1960 auf einem Maserati Tipo 61 Birdcage. Für Stirling Moss war es sein 4. Triumph und gleichzeitig auch sein Hattrick in der Eifel nach 1956, 1958 und 1959.

 


Andre Liekens und Pascal Demol nahmen 1960 das 1000-Kilometer-Rennen mit einem Lotus Elite in Angriff. Sie starteten in der GT-Klasse bis 1300 ccm Hubrau. In der 14. von 44. Runde war für sie leider die Fahrt durch die Grüne Hölle schon beendet.

 


John Campbell-Jones und John Horridge waren ebenfalls mit einem Lotus Elite in der GT-Klasse bis 1300 ccm Hubraum am Start. Für sie verlief das Rennen enttäuschend. Schon in der Anfangsphase mussten sie ihren Wagen abstellen.

 

   
Charles Vögele und Peter Ashdown brachten den wunderschönen Lola MK1 mit Climax-Motor in der Sportwagenklasse bis 1,15 ccm Hubraum an den Start. Nach 40 Runden fuhren sie auf den 17.Gesamtrang. In ihrer Klasse belegten sie den 1. Platz.

   
William de Selincourt und Chris Lawrence waren ebenfalls mit einem Lola MK1 am Start. Sie belegten nach 38. Runden den 24. Platz im Gesamtrang. In der Sportwagenklasse wurden sie hinter ihren Markengefährten Vögele / Ashdown Zweite.

     
Mit der Startnummer 24 + 25 waren zwei Lotus Climax 15 ins Rennen gestartet. Mit der Startnummer 24 fuhren die Briten Keith Greene und Douglas Graham auf den 18. Gesamtrang. Die Startnummer 25 pilotierten Mike Taylor und Christopher Martyn. Sie beendeten das Rennen auf Platz 27.

   
Seltene Aufnahme von der Anfahrt zum Schwedenkreuz. Der Streckenabschnitt zwischen Flugplatz und Schwedenkreuz wird auch Kottenborn, nach dem gleichnamigen Eifelort, genannt.

 

    
Streckenabschnitt Flugplatz

 

   
Nordschleife pur!

          
Impressionen vom Streckenabschnitt Flugplatz

 

Weitere Informationen und Bilder zum ADAC-1000-Kilometer-Rennen gibt es in den Büchern

Link zum Buch Link zum Buch

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 Für die Bilder und Informationen von dem 1000-Kilometer-Rennen 1960 bedanken wir uns bei: 
Ulrich Schup
Werner Ullrich

Letzte Aktualisierung: 23. Januar 2013
Copyright: Burkhard Köhr

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