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4. Int. ADAC-24-Stunden-Rennen

23. - 24. Juni 1973

Bilder: Wolfgang Wernig
Bericht: Burkhard Köhr


Nürburgring-Nordschleife
Streckenlänge: 22,835 Kilometer


Ein 24-Stunden-Rennen in 2 x 8 Stunden
BMW Seriensieger

Das 24-Stunden-Rennen 1973 war nur auf dem Papier ein "24-Stunden-Rennen". Das Rennen wurde in "3 x 8" eingeteilt. 8 Stunden Rennen, 8 Stunden Pause und wieder 8 Stunden Rennen. Warum diese merkwürdige Renneinteilung? Vorrangig ging es um die Sicherheit der Fahrer. In den letzten Jahren zeigten die Akrobaten am Lenkrad in den frühen Morgenstunden Konditionsschwächen. Und die Anwohner in Breidscheid hatten auch ein Wörtchen mitzureden. Die mit offenen Flammenrohren fahrenden Gruppe-2- und Gruppe-4-Wagen sorgten für eine Lärmkulisse der besonderen Art. Der ADAC Gau Nordrhein und der MSC Langenfeld konnten vor diesem Argument nicht die "Ohren verschließen".

Das Rennen wurde am Samstag um 17:00 Uhr per Indianapolis-Start gestartet. 105 Rennwagen ging auf die "2 x 8"-Stunden-Hatz. Hans Heyer (Ford Capri RS) übernahm kurzfristig die Führung. Doch Niki Lauda (BMW-Alpina 3.0 CSL) schob sich schon in der Nordkehre an ihm vorbei. Brian Muir (BMW-Alpina 3.0 CSL) musste schon nach der Einführungsrunde an die Box fahren und die Zündkerzen wechseln lassen. In einer wilden Aufholjagd überholte er in der ersten Runde 72 Fahrzeuge. Nach der ersten Runde führte Niki Lauda knapp vor Hans Heyer. Danach klaffte schon eine Lücke auf Rüdiger Faltz/Helmut Kuhl und Waltraud Odenthal und Walter Czadek. In der zweiten Runde fuhr Niki Lauda die schnellste Runde (8:39,6 Minuten) des gesamten Rennens. Brian Muir hatte sich nach 2 Stunden auf den 4. Platz nach vorne gekämpft.

Um 19:00 Uhr setzte verstärkt Regen ein. Viele Wagen waren noch mit Slicks unterwegs. Der Regen wurde Hans Heyer zum Verhängnis. Ein langsamerer Wagen drehte sich vor ihm im Streckenabschnitt Metzgesfeld und Hans Heyer lenkte seinen Ford Capri RS längs in die Leitplanken. Mühsahm schleppte er sich bis zur Box zurück. Um 19:30 Uhr mussten alle Teams per Anweisung der Rennleitung Regenreifen aufziehen lassen.

Um 1:00 Uhr, nach den ersten 8 Stunden, steuerten alle Teams die Box. Von 2:00 bis 3:30 Uhr durften die Teams an den Wagen schrauben. Um 9:00 Uhr erfolgte der 2. Start. Diesmal wieder nach den Trainingszeiten und nicht anhand der aktuellen Platzierung im Rennen. 77 Fahrzeuge waren noch im Rennen. In der Anfangsphase konnte sich Klaus Fritzinger kurz vor Niki Lauda setzen. Doch durch einen Dreher im Karussell fiel er wieder zurück. Niki Lauda und Hans-Peter Joisten siegten vor Markenkollegen Brian Muir und Jan Akersloot. Dahinter auf dem dritten Platz dann Hans Heyer und Klaus Fritzinger mit dem Werks-Ford. Somit siegte BMW seit der Premiere 1970 in ununterbrochener Reihenfolge.








Gesamtwertung
Pos. # Fahrer Wagen Distanz (km)
1 29 Niki Lauda / Hans-Peter Joisten BMW-Alpina 3.0 CSL 2.159,045
2 30 Brian Muir / Jan Akersloot BMW-Alpina 3.0 CSL 2.132,199
3 1 Hans Heyer / Klaus Fritzinger  Ford Capri RS 2.012,379
4 58 Richard Peitz / Thomas Betzler BMW 2002 2.002,459
5 79 Helmut Lenze / Helmut Döring BMW 1600/2 2.000,623
6 31 Heinrich Hirth / Günter Mohrs BMW 2002 1.991,276
7 69 Walter Prüser / Friedhelm Theißen BMW 1602 1.989,551
8 37 Manfred Verkühlen / Helmut Lenz BMW 2002 1.970,677
9 18 Wolfgang Kauwertz / Friedhelm Conen Porsche 911 E 1.963,288
10 4 Gordon Spice / John Hine Ford Capri 1.948,281
Schnellste Runde: Niki Lauda, BMW-Alpina 3.0 CSL, 8:39,6 Minuten

Touren- und GT-Wagen über 2000 ccm Hubraum
Pos. # Fahrer Marke Distanz (km)
1 29 Niki Lauda / Hans-Peter Joisten BMW-Alpina 3.0 CSL 2.159,045
2 30 Brian Muir / Jan Akersloot BMW-Alpina 3.0 CSL 2.132,199
3 1 Hans Heyer / Klaus Fritzinger  Ford Capri RS 2.012,379
4 18 Wolfgang Kauwertz / Friedhelm Conen Porsche 911 E 1.963,288
5 4 Gordon Spice / John Hine Ford Capri 1.948,281
6 12 Walter Czadek / Werner Scheld BMW 3.0 CSL  
7 6 Harald Küll / Robert Leysieffer BMW 3.0 CSL  
8 15 Siegmund Ogrodowczyk / Siegfried Müller BMW 2,8  
9 19 Jürgen Klonz / Werner Schuh Porsche Carrera RS  
10 22 Klaus Ludwig / Claude Lobo Ford Capri RS  
11 25 Hans Grossmann / Hermann Bauer Porsche 911 T  
12 14 Horst Sasse / Edgar Dören Ford Capri  
13 7 Georg Jonas / Wolfgang Esper BMW 2500  
  5 Rüdiger Faltz / Helmut Kuhl BMW 3.3 CSL ausgef.
  17 Heinz Sistig / Friedhelm Klinkhammer Opel Commodore A ausgef.
  8 Manfred Matthiesen/Friedrich Reysen BMW 2500 ausgef.
  23 Aloys Mattijssen / Hans van Beem Mazda RX2 ausgef.
  9 Udo Fahron / Franz Heicker Ford Capri 2600 RS ausgef.
  20 Hartmut Jacques / Hans Hargarten Porsche 911 SC ausgef.
  21 Waltraud Odenthal / Hubert Richarz Ford Capri RS ausgef.
Schnellste Runde: Niki Lauda, BMW-Alpina 3.0 CSL, 8:39,6 Minuten

Touren- und GT-Wagen bis 2000 ccm Hubraum
Pos. # Fahrer Marke Distanz (km)
1 58 Richard Peitz / Thomas Betzler BMW 2002 2.002,459
2 31 Heinrich Hirth / Günter Mohrs BMW 2002 1.991,276
3 37 Manfred Verkühlen / Helmut Lenz BMW 2002 1.970,677
4 47 Paul Priebe / Michael Minninger Opel Ascona  
5 55 Hartwig Bertrams / Hans Hessel Alfa Romeo 2.0 GTV  
6 39 Bernd Schulte-Oversohl / Heinz-Dieter Silberkuhl BMW 2002 TI  
7 35 Klaus-Dieter Noelte / Dieter Schulz BMW 2002 TI  
8 44 Falko Jansen / Hans Böhm Chrysler 180  
9 41 Hans Schell / Hanno Schumacher BMW 2002 TI  
10 43 Fritz Teitscheid / Kurt E. Geibel BMW 2002 TI  
11 42 Richard Bremmekamp / Hans-Jürgen Möhle BMW 2002 TI  
12 52 Fred Willert / Edgar Droege BMW 2002 TI  
13 36 Otmar Ickenroth / Willi Weyer BMW 2002 TI  
  32 Rainer Zweibäumer / Horst Bonefeld BMW 2002 ausgef.
  33 Klaus Miersch / Rudi Eberhardt Opel Ascona 19 RS ausgef.
  34 Erich Schormann / Heinz Werner BMW 2002 ausgef.
  40 Joachim Utsch / Karl-Adolf Utsch BMW 2002 TI ausgef.
  48 Ulrich Reckmann / Jürgen Konrad Alfa Romeo GTV ausgef.
  45 Hans-Dieter Klotzek / Ulrich Schneider BMW 2002 ausgef.
  51 Wilhelm Urlbauer / Ingobert Kreineger BMW 2002 TI ausgef.
  51 Hans Weißberger / Gert Englerth BMW 2002 TI ausgef.
  53 Kurt Klein / Manfred Marschke BMW 2002 ausgef.
  54 Helmut Bolz jr. / Wolfgang Stiller BMW 2002 ausgef.
  119 Rudolf Strobl / Wolfgang Träger Alfa Romeo GTAM ausgef.
  26 Horst Klauke / Franz-Josef Rieder Porsche 911 ausgef.

Touren- und GT-Wagen bis 1600 ccm Hubraum
Pos. # Fahrer Marke Distanz (km)
1 79 Helmut Lenze / Helmut Döring BMW 1600-2 2.000,623
2 69 Walter Prüser / Friedhelm Theißen BMW 1602 1.989,551
3 67 Ingo Peters /Frank Mayr Alfa Romeo  
4 73 Harald Borse / Wolfgang Kopp BMW 1602  
5 64 Dr. Hans Musäus / Manfred Fellenzer Opel Ascona  
6 78 Horst Honrath / Helmut Güllich BMW 1602  
7 65 Peter Meyer / Rolf Nobel BMW 1600  
8 80 Heinz Müller / Jürgen Hauck BMW 1602  
9 62 Jacques Dernelle / Pieter Cath Datsun 1600 SSS  
10 83 Horst Rausch / Reinhard Hainbach BMW 1602  
  63 Knut Jaeger / Jörg Denzel BMW 1602 ausgef.
  66 Gerd Wachter / Albert Stümer BMW 1602 ausgef.
  70 Klaus Arendt / Edmund Gastes Opel Ascona ausgef.
  68 Siegfried Kagelmann / Hans Riering BMW 1600 ausgef.
  71 Walter Becker / Hans Dittgen BMW 1602 ausgef.
  72 Horst Borghs / Karl-Heinz Ehrhart BMW 1600-2 ausgef.
  74 Peter Döring / Hartwig Härtel Opel Ascona ausgef.
  75 Karl Fraund / Uwe Reich VW 1302 S ausgef.
  76 Kurt Fuchs / Karl Richter BMW 1602 ausgef.
  81 Manfred Guldadt / Günter Nierfeld Datsun 1600 ausgef.
  82 Rolf-G. Kienen / Ernst-F. Jüntgen BMW 1602 ausgef.

Touren- und GT-Wagen bis 1300 ccm Hubraum
Pos. # Fahrer Marke Distanz (km)
1 93 Friedhelm Croes / Rainer Orbach Fiat 1300 AC  
2 96 Dieter Meyer / Fritz Nickel Alfa Romeo 1300  
3 99 Karl-Friedrich Hunold / Manfred Busch Simca Rallye 2  
4 113 Richard Acht / Max Wirges Simca Rallye 2  
5 106 Bernhard Schultefrankenfeld /Ekkehard Sieg Simca Rallye 2  
6 100 Lothar Moll / Bodo Eichner Fiat 128  
7 128 Lock Vermeulen / Artur van Dedem Simca Rallye 2  
8 126 Armin Siefener / Hans Frensch Simca Rallye 2  
9 94 Hans-Dieter Brüsseler / Walter Kelsch NSU TT  
10 114 Kurt Beise / Matthias Loerper Fiat 128 C  
11 103 Wilhelm Hahne / Norber Hahne Toyota Coolla  
12 110 Wilfried Schmitz / Klaus Janik NSU TT  
13 108 Hans-A. Brückmann / Günter Bochem Ford Escort  
14 127 Jürgen Kazenmaler / Dieter Hacheney Fiat 128 CSL  
15 125 Alois Roppes / Harris Geeries DAF 55 Marathon  
16 92 Peter Seikel / Rainer Clever NSU TT  
  91 Manfred Killian / Heinz Gilges NSU TT ausgef.
  95 Karl-Heinz Schäfer / Dieter Wirtz NSU TT ausgef.
  98 Karl-Ernst Brune / Klaus Heinrich Alfa Romeo 1300 ausgef.
  101 Jürgen Voigt / Klaus Westermann Fiat 128 A ausgef.
  104 Rolf Siekmann / Gisbert Fröhlich Simca 1100 GL ausgef.
  107 Gerhard Siekmann / Reiner Labuske NSU TT ausgef.
  109 Klaus-Peter Lennartz / Bert Hensel Ford Escort ausgef.
  111 Dietmar Schäfer / Winfried Schmidt Fiat 128 A ausgef.
  115 Günther Bennemann / Heinz-Willi Wolters Fiat 128 C ausgef.
  118 Herbert Schuster / Werner Geller DAF 55 Marathon ausgef.
  120 Maurice Alic Lenaif / Emmanuel Remion Fiat 128 ausgef.
  121 Dieter Ebermayer / Dirk van der Pol DAF 55 Marathon ausgef.
  123 Henri Ergen / Jean Frantz NSU TT ausgef.

Touren- und GT-Wagen bis 1000 ccm Hubraum
Pos. # Fahrer Marke Distanz (km)
1 138 Gerd Bauer / Frank Lampe Autobianchi A  
2 135 Peter Schulte / Jacob Lutz Autobianchi A  
3 136 G. Kühlewein / Klaus Voss Autobianchi A  
4 134 Friedhelm Mantz / Wolfgang Müller NSU TT  
5 139 Klaus Bremges / Jürgen Nölke Morris Cooper  
  131 Wolfgang Hansen / Helmut Eisenreich NSU TT ausgef.
  132 Michael Degenhardt / Peter Boden NSU TT ausgef.
  140 Friedrich Straßen / Heinz Sälzer NSU TT ausgef.
  141 Dieter Erdmann / Egon Weiland Autobianchi A ausgef.
  142 Willi Bergmeister / Franz Waldhier NSU TT ausgef.



Für die Bilder und Informationen zum ADAC-24-Stunden Nürburgring 1973 bedanken wir uns bei:
- Wolfgang und Thomas Wernig
- Andreas Oving

Quellen: ONS Mitteilungen, powerslide

Veröffentlichung: 17. Okotber 2010
Letzte Aktualisierung: 1. März 2015
Copyright: Burkhard Köhr


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