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Int. ADAC-Eifelpokal-Rennen

11. - 12. Oktober 1969


Bilder: Veit Arenz, Manfred Rommelsheim
Bericht: Burkhard Köhr

Nürburgring-Südschleife
Streckenlänge: 7,747


Das Eifelpokal-Rennen 1969 war gleichzeitig der Endlauf um den Juniorenpokal der Motorrradfahrer. Die Südschleife des Nürburgrings wurde als schwerste Rennstrecke im Saison-Kalender eingestuft. Die 25 sehr unterschiedlichen Kurven und die Steigungen und das Gefälle forderten die Nachwuchsfahrer. Die anspruchsvolle Rennstrecke und die geringe Streckenkenntnisse waren Ursache für die vielen Stürze der Nachwuchspiloten.

Während am Samstag die spätherbstliche Sonne die 20.000 Zuschauer wärmte, bedeckten am Sonntag zunächst Nebelfelder die Südschleife. Bis zum Mittag hatte die Sonne den Nebel verdrängt.




Rennen 1
Motorräder bis 50 ccm Hubraum

Im ersten Rennen starteten 37 Piloten in der 50 ccm Klasse. Manfred Kugler führte das Rennen zu Beginn an, bedrängt von dem späteren Sieger Herbert Rittberger. Der in der Pokalwertung führende Wolfgang Golembeck stürzte in der fünften Runde am Bränkekopf. Damit war seine Titelchance vergeben. Der abwechselungsreiche Kampf um den vierten Platz zwischen Alfons Ammerschläger und Jürgen Röller erfreute die Zuschauer.

Motorräder bis 50 ccm Hubraum
8 Runden à 7,747 km = 61,976 Kilometer
Platz Startnr. Fahrer Motorrad Zeit (Min.) Ø km/h
1 38 Herbert Rittberger Kreidler 34:03,9 109,2
2 29 Manfred Kugler Kreidler 34:16,3 108,5
3 73 Matthias Schulz Mohr Spezial 35:37,4 104,5
4 1 Alfons Ammerschläger Kreidler 35:55,4
5 39 Jürgen Röller Kreidler 35:56,4
6 7 Norbert Blasius Kreidler 36:14,7
7 41 Hans Schemel Kreidler 36:47,9
8 14 Fredy Emrich Kreidler 36:49,1
9 4 Gerhard Bareis Kreidler 36:49,6
10 32 Hans Metzger jr. WMS 36:50,2
15 weitere Fahrer im Ziel; 12 Fahrer ausgeschieden
Schnellste Runde: Herbert Rittberger in 4:10,6 Min. = 111,3 km/h


Rennen 2
Motorräder bis 125 ccm Hubraum

In der 250 ccm Klasse standen 30 Fahrer am Start. Der in der Gesamtwertung führende Erich Brandl führte das Rennen souverän an und fuhr einen ungefährdeten Sieg heraus. Die Marke Maico beherrschte das Starterfeld. Nur Lothar Mülbert auf Yamaha hätte die Vorherschaft durchbrechen können. Doch er schied mit Defekt in der dritten Runde aus.


Motorräder bis 125 ccm Hubraum
8 Runden à 7,747 km = 61,976 Kilometer
Platz Startnr. Fahrer Motorrad Zeit (Min.) Ø km/h
1 4 Erich Brandl Maico 30:58,9 120,0
2 21 Harald Klöhs Maico 31:15,4 119,0
3 45 Jürgen Wolz Maico 31:18,0 118,8
4 8 Peter Dickmann Maico 31:26,7
5 32 Fritz Reitmeier Maico 31:27,2
6 27 Paul Meyer Maico 32:12,5
7 37 Erich Single Maico 32:13,6
8 19 Heinz Kittler Maico 32:39,5
9 24 Günter Meußner Maico 33:01,2
10 10 Erich Frank Maico 33:12,8
12 weitere Fahrer im Ziel; 8 Fahrer ausgeschieden


Rennen 3
Motorräder bis 250 ccm Hubraum

Am Sonntagmorgen bedeckten Nebelschleier die Südschleife. Das erste Rennen des Tages war für die Motorräder bis 250 ccm Hubraum angesetzt. 36 Fahrer stürzten sich hinunter in die Südschleife. Die Führung übernahm Helmut Kassner vor Gustav Höfler und Horst Dzierzawa. Arnold Fischer, der Führende in der Pokalwertung, schied aus und musste mit ansehen, wie Horst Dzierzawa in der sechsten Runde die Führung übernahm und als Sieger und Pokalgewinner die Zielflagge sah.


Motorräder bis 250 ccm Hubraum
8 Runden à 7,747 km = 61,976 Kilometer
Platz Startnr. Fahrer Motorrad Zeit (Min.) Ø km/h
1 49 Horst Dzierzawa Yamaha 29:49,8 124,6
2 14 Georg Gutterberger Yamaha 30:02,8 123,3
3 21 Helmut Kassner Bultaco 30:10,0 123,3
4 6 Ernst Cornehl Yamaha 30:23,9
5 20 Gustav Höfler Bultaco 30:32,1
6 31 Rolf Minhoff Ducati 30:40,8
7 8 Erwin Dillemut Yamaha 31:04,3
8 41 Rudolf Weber Ducati 31:42,6
9 40 Rainer Tschmarke Yamaha 31:53,6
10 23 Harry Konschock Bultaco 31:58,4
18 weitere Fahrer im Ziel; 8 Fahrer ausgeschieden
Schnellste Runde: Horst Dzierzawa in 3:36,9 Min. = 128,6 km/h


Rennen 4
Motorräder bis 350 ccm Hubraum

Das Rennen der Motorräder bis 350 ccm Hubraum war mit 40 Fahrern am stärkten besetzt. In der Anfangsphase rangen Oswald Steinbach, Gert Bender und Bernhard Vincon um die Führung. In der fünften Runde konnte sich Gert Bender an der Spitze behaupten und einen kleinen Vorsprung herausfahren. Um den zweiten Platz wurde bis zur Zielflagge heftig gekämpft und Oswald Steinbach wurde Zweiter mit einem minimalen Vorsprung vor Bernhard Vincon.


Motorräder bis 350 ccm Hubraum
8 Runden à 7,747 km = 61,976 Kilometer
Platz Startnr. Fahrer Motorrad Zeit (Min.) Ø km/h
1 5 Gert Bender Honda 29:38,0 125,5
2 43 Oswald Steinbach Ducati 29:44,0 125,1
3 45 Bernhard Vincon Aermacchi 29:44,3 125,1
4 16 Georg Guttenberger Yamaha 30:19,9
5 47 Willi Vröhls Honda 30:32,0
6 24 Fritz Koch Honda 30:40,7
7 23 Hans Klingebiel Aermacchi 30:41,4
8 2 Erich Batkowski Aermacchi 30:53,4
9 14 Gerd Feix Aermacchi 31:07,8
10 42 Wolfgang Stephan Honda 31:12,1
13 weitere Fahrer im Ziel; 11 Fahrer ausgeschieden
Schnellste Runde: Oswald Steinbach in 3:38,4 Min. = 127,7 km/h


Rennen 5
Motorräder bis 500 ccm Hubraum

Auch die 33 Fahrer der 500 ccm Klasse fuhren acht Runden auf der Südschleife. Um den ersten Platz kämpften Horst Lahfeld und Claus Gratzer. Mit einem Abstand von 15 Sekunden belegte Helmut Höveler den dritten Platz.


Motorräder bis 500 ccm Hubraum
8 Runden à 7,747 km = 61,976 Kilometer
Platz Startnr. Fahrer Motorrad Zeit (Min.) Ø km/h
1 24 Horst Lahfeld Linto 28:29,2 130,6
2 12 Claus Gratzer Honda 28:31,6 130,4
3 17 Helmut Höveler Honda 28:46,8 129,2
4 32 Rolf Rott Kawasaki 29:21,8
5 30 Rudolf Reinhardt BMW 29:22,4
6 4 Frank Fellmann Honda 29:53,5
7 44 Bernhard Vincon Kayser 29:55,1
8 26 Hans Ostermann Honda 29:57,0
9 37 Reiner Seiler Norton 30:06,2
10 9 Horst Glück BMW 30:06,5
12 weitere Fahrer im Ziel; 12 Fahrer ausgeschieden
Schnellste Runde: Horst Lahfeld in 3:30,0 Min. = 132,8 km/h


Rennen 6
Motorräder mit Seitenwagen

In einem abwechselungsreichen Rennen siegten die Favoriten Horst Owesle / Julius Kremer. Die folgenden Gespanne kamen teilweise Seite an Seite über die Start- und Zielgerade. Von den 28 Gespannen schieden 11 aus.


Motorräder mit Seitenwagen
8 Runden à 7,747 km = 61,976 Kilometer
Platz Startnr. Fahrer Motorrad Zeit (Min.) Ø km/h
1 21 Horst Owesle / Julius Kremer URS 30:30,9 121,8
2 26 Helmut Schilling / Josef Erben BMW 31:32,9 117,8
3 22 Hans Gerd Reichler / Christian Schimmel BMW 31:41,8 117,3
4 32 Karl Venus / Harry Hoffmann BMW 31:57,8
5 11 Kurt Jelonek / Robert Harrold BMW 32:00,0
6 4 Ulrich und Margarete Dahlenburg BMW 32:00,7
7 29 Rolf Steinhausen / Werner Kapp BMW 32:17,0
8 12 Harry Kleinke / Erich Giebel BMW 32:34,6
9 8 Willi Glowacz / Dieter Kleber BMW 32:35,0
10 30 Horst Tramsen / Edgar Berghahn BMW 33:32,9
7 weitere Gespanne im Ziel; 11 Gespanne ausgeschieden
Schnellste Runde: Owesle / Kremer in 3:43,1 Min. = 125,0 km/h


Rennen 7
Formel V

Im letzten Rennen des Tages ging es bei der Formel V um den Formel-V-Europa-Pokal. Die Ausgangssituation vor dem Rennen versprach Spannung pur. Vier Fahrer, Lasse Serviö, Alfred Voglberger, Per-Olov Bostroem und Peter Peter, hatten alle Chancen auf den Gesamtsieg.

Im Training wurde Lasse Serviö klar, dass er mit seinen geringen Streckenkenntnissen nicht mehr um den Gesamtsieg fahren wird. Nach einem Dreher stellte sich sein Austro V seitlich senkrecht auf die Räder und fiel dann wieder zurück ohne sich zu überschlagen. Das Fahrwerk musste mit vielen Überstunden wieder in Ordnung gebracht werden. Trainingsschnellster war Günter Schmid (Kaimann).

Im Rennen war Lasse Serviö schon in der Einfahrt zur Südschleife in eine Kollision verwickelt. Als Folge löste sich im Verlauf des Rennens die Karosserie an seinem Formel V in Einzelteile auf. In der achten Runde wurde ihm die schwarze Flagge gezeigt und er musste das Rennen beenden. An der Spitze kämpften Peter Peter und Alfred Voglberger um den Sieg. Da ein zweiter Platz für Alfred Voglberger den Gesamtsieg im Europa-Pokal bedeutete, fuhr er ohne Risiko und überließ Peter Peter den Tagessieg. Erstmalig holte ein deutscher Pilot den Europa-Pokal der Formel V.



Formel V
15 Runden à 7,747 km = 116,205 Kilometer
Platz Startnr. Fahrer Wagen Zeit (Min.) Ø km/h
1 2 Peter Peter Austro-V 50:10,8 139,0
2 34 Alfred Voglberger Olympic 50:12,0 138,9
3 4 Erich Breinsberg Kaimann 50:40,9 137,5
4 39 Helmut Bross Kaimann 50:41,2 137,4
5 10 Per-Olov Bostroem RPB 50:51,1 137,0
6 26 Christian Dietrich Kaimann 51:08,3
7 42 Roland Müller Fuchs 51:19,2
8 12 Max Johanson Veemax 51:19,5
9 31 Michael Neumann McNamara 51:19,9
10 6 Bernard Goffinet Austro V 51:20,2
11 35 Hannelore Werner Olympic V
12 37 Alfred Beier Formcar
13 30 Willi Odermatt McNamara
14 27 Heinrich Wiese Fuchs
15 9 Tommy Brorson Hansen MK II
16 20 Ernesto Neves Palma V
17 25 Robert Boom Eigenbau
18 40 Günter Schmid Kaimann
19 41 Horst Rau Kaimann
20 1 Niki Lauda Kaimann
21 7 Lucien Reyners Kaimann
22 36 Günter Reinhardt Olympic
23 32 Werner Hemmerle Olympic
24 5 Freddy Grainal Kaimann
4 Fahrer ausgeschieden
Schnellste Runde: Peter Peter in 3:16,6 Min. = 141,9 km/h



Für die Bilder vom Int. ADAC-Eifelpokal-Rennen 1969 bedanken wir uns bei Veit Arenz und Dirk Rommelsheim.

Quellen: Programmheft, ONS-Mitteilungen, auto motor sport, powerslide, autodrom, das motorrad

Veröffentlichung: 5. Dezember 2015
Letzte Aktualisierung: 6. März 2016
Copyright: Burkhard Köhr


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