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Anekdoten vom Nürburgring 1955 - 1964




XVIII. Int. ADAC-Eifelrennen

29. Mai 1955

„Gelber Schal“

Richard von Frankenberg (Porsche) und Willy Peter Daetwyler (Ferrari) rutschten beim Eifelrennen 1955 im Streckenabschnitt ‚Wippermann’ durch eine Ölspur in den Graben. Da keine Streckenposten mit Flaggen vor Ort waren, wurde der gelbe Schal eines Zuschauers zweckentfremdet. Daetwyler sprintete mit dem Schal in der Hand zum Kurveneingang und warnte die nachfolgenden Fahrer. Für beide Fahrer war das Rennen beendet, Richard von Frankenberg erhielt aber noch 1 Punkt für die schnellste Rennrunde.

 





Großer Preis von Deutschland

5. August 1956

"Gibt es eine Mindestgeschwindigkeit im Rennsport?

Beim Großen Preis von Deutschland 1956 war der Schweizer Ottorino Volonterio mit einem Maserati am Start. Auffallend am Fahrstil von Herrn Volonterio war seine ausgesprochen langsame Fahrweise. Im Training erzielte er seine beste Rundenzeit in 14:17,1 Minuten. Der Trainingsschnellste Juan-Manuel Fangio umrundete die Grüne Hölle in 9:51,2 Minuten. Somit war Ottorino Volonterio über 44 % langsamer als die Pole-Zeit. In Zeiten der 107 % Hürde in der modernen Formel 1 wäre ihm der Start verweigert worden. 

Auch während des Rennens demonstrierte er seine einschläfernde Version von Motorsport. Nachdem Fangio nach 22 Runden als Sieger abgewinkt wurde, hatte Volonterio erst 16 Runden gefahren. Er wurde damit als einziger Fahrer, der nicht ausgefallen war, nicht mit in die Klassifizierung aufgenommen. 

Dieses rollende Hindernis blieb den Funktionären nicht unbemerkt. Im Januar 1961 wurde Ottorino Volonterio die Auslandsstartgenehmigung entzogen: Begründung: ausgesprochene langsame und die Konkurrenten behindernde Fahrweise.







3. Internationales ADAC-1000-Kilometer-Rennen

26. Mai 1957

"Der schnelle Oldtimer"

 

Harry Schell, Juan Manuel Fangio und Stirling Moss schieden in der 19. Runde mit dem neuen 4,5 Liter Maserati 450 S aus. Daraufhin übernahmen Moss und Fangio den veralteten 3 Liter Maserati 300 S von Francisco Godia-Sales und Horace Gould. Godia-Sales und Gould lagen zu diesem Zeitpunkt an 12. Stelle. In einer sehenswerten Aufholjagd fuhren Moss und Fangio mit dem Oldtimer noch auf den 5. Platz.

 

Sportfahrer-Lehrgang vom Kölner Club für Motorsport

Am 19. und 20. August 1957 gab es eine von zahlreichen Premieren auf der Nordschleife des Nürburgrings. Der Kölner Club für Motorsport organisierte den ersten Sportfahrer-Lehrgang. Unter der Regie von routinierten Fahrern sollte der Lehrgang den Motorsportnachwuchs auf zukünftige Rennen vorbereiten. Einer der Instrukteure war Motorsportidol Wolfgang Graf Berghe von Trips.

 

Großer Preis von Deutschland

4. August 1957

Nach einem Boxenstopp lag Juan Manuel Fangio (Maserati), der das Rennen bis dahin überlegen anführte, 48 Sekunden hinter den Ferraris von Mike Hawthorn und Peter Collins. Doch Fangio holte auf. In einer Runde macht er 12 Sekunden gut. In der drittletzten noch einmal 10 Sekunden. In der vorletzten Runde schnappte er sich Collins und Hawthorn und gewann das Rennen. Es war sein 24. und letzter Formel-1-Sieg. Bei seiner Aufholjagd stellte er mit 9:17,4 Minuten einen neuen Rundenrekord auf: Zitat Fangio: "Ich habe Dinge getan, die ich niemals zuvor getan habe. Und ich möchte niemals wieder so fahren".

 

Wilhelm Leifeld besuchte zusammen mit seiner Frau 1957 den Großen Preis von Deutschland. Am Samstag nach dem Training gab es im Sporthotel „Tribüne“ noch eine Autogrammstunde mit den großen Formel 1 Stars. Wilhelm Leifeld und seine Frau begaben sich in das Gedränge der Fans. Als der Andrang zu groß wurde, schrie Frau Leifeld um Hilfe. Daraufhin wurden sie und ihr Mann von Juan-Manuel Fangio zur Seite bugsiert und in Sicherheit gebracht. Nach dieser heldenhaften Tat von Fangio gab es zur Belohnung noch das ersehnte Autogramm. Stirling Moss und Tony Brooks schlossen sich der privaten Autogrammstunde an. Das Resultat sind die drei folgenden Autogrammkarten.

       

: Besten Dank an Wilhelm Leifeld für die Bilder.





V. Internationales ADAC-1000-Kilometer-Rennen

7. Juni 1959  

Beim 1000-Kilometer-Rennen 1959 fuhr Stirling Moss einen großen Vorsprung heraus. Nach dem Fahrerwechsel rutschte Teamkollege Jack Fairmann in Führung liegend mit dem Aston Martin im Streckenabschnitt ‚Brünnchen’ in den Graben. Die Antriebsräder standen danach in der Luft. Jack Fairmann konnte unter größten Anstrengungen den Wagen wieder auf die Strecke schieben. Am Ende der Runde übernahm Stirling Moss wieder das Fahrzeug und konnte das Rennen nach 44 Runden siegreich beenden.


















23. Int. ADAC-Eifelrennen

10. Juli 1960

Ringkampf am Ring

Beim Rennen der Seitenwagenmotorräder übernahm das Weltmeisterduo Fath/Wohlgemuth vom Start weg die Führung. In der dritten Runde fielen sie durch Zündaussetzer zurück. Doch schon in der vierten Runde konnten sie wieder angreifen und lagen an dritter Position. In der fünften Runde kam es dann zu einer Kollision mit Kölle/Heß. Kölle und Heß mussten nach der Feindberührung aufgeben. Wohlgemuth hatte Prellungen davongetragen und wollte wieder in den Seitenwagen aufspringen. Zwei Sanitäter sahen die Situation anders und wollten Wohlgemuth in einem kurzen Ringkampf auf die Bahre zwingen. Dieser jedoch schleuderte den Verbandskasten in die Gegend, worauf die Sanitär von ihm abließen und er das Rennen wieder fortsetzte. Um die Entscheidung im Rennen konnten Fath/Wohlgemuth nicht mehr eingreifen. Sieger wurden Camathias/Föll.

 

Sportfahrerlehrgang der Scuderia Hanseat

Im Sommer 1960 hatten die Initiatoren Günter Isenbügel und Helmut Rathjen als Lehrmeister den Bergkönig Hans Stuck verpflichtet. Mit dabei war der damals 9jährige Hans-Joachim Stuck. Mit einem BMW 700 Coupe wurde den Teilnehmer die Ideallinie am Nürburgring nähergebracht. Nach dem Lehrgang jagte Hans-Joachim Stuck mit dem BMW in der echten Racerzeit von 15:42,6 Minuten über die Nordschleife.

Hans Stuck war von den Fahrkünsten seines Sohnes so begeistert, dass er von diesem historischen Datum eine Plakette anfertigen ließ.

 

Eifel-Pokal-Rennen

2. Oktober 1960

(Teil 1)

"Schwiegerväter wissen, was Männer brauchen"

Das Eifel-Pokal-Rennen wurde auf der Südschleife bei strahlendem Wetter und vor 50.000 Zuschauer ausgetragen. Beim Lauf der 125er Klasse über 7. Runden lag der überraschend stark fahrende Münchener Thomas (Ducati) auf den 2. Platz. In der 5. Runde zwang ihn ein technischer Defekt zur Aufgabe.

Im Vorfeld zum Eifel-Pokal-Rennen hatte der - damals – zukünftige Schwiegervater einen 8-Tage-Aufenthalt am Nürburgring spendiert. Thomas nutzte den Nürburgringurlaub und drehte ca. 120 Runden auf der Südschleife, um sich mit der Strecke vertraut zu machen.

 

(Teil 2)

"Der Mann (Eberhard Weber) ist hart"

Im Rennen der 250er Klasse beim Eifel-Pokal-Rennen 1960 setzte sich Jürgen Karrenberg nach einem Blitzstart an die Spitze des 32köpfigen Starterfeldes. Nach dem Streckenabschnitt Bränke Kopf stürzte er in Höhe des 1. Hauptpostens (bei Kilometer 1,6). In der Rechtskurve war die Strecke noch nicht ganz abgetrocknet (Waldschatten). Nach dem Sturz nahm er das Rennen wieder auf. Der nachfolgende Waldmann wicht Karrenberg aus, kam auf den Grünstreifen, stürzte ebenfalls und musste das Rennen beenden. Dadurch führte nach der ersten Runde Eberhard Weber.

Jürgen Karrenberg lag nach seinem Sturz in der ersten Runde auf den letzten Platz und konnte das Rennen noch als 7. beenden.

Im Lauf der 350ccm-Klasse war Eberhard Weber erneut am Start, obwohl er sich beim vorher gehenden Sturz in der 250er Klasse eine Handverletzung zugezogen hatte. Das Rennen beendete er als Sieger.





24. Internationales Eifelrennen

30. April 1961

Kälte bremst Karl Hoppe im Motorradrennen aus

Beim Rennen der 350er Klasse über 13 Runden auf der Südschleife lag Karl Hoppe (AJS) lange Zeit an der zweiten Stelle hinter dem späteren Sieger Dickie Dale. Kurz vor Ende des Rennens bei neblig nasser und kühler Witterung wird Karl Hoppe noch von dem Engländer Horton (AJS) überholt. Karl Hoppe hatte sich, wie viele andere Fahrer auch, nur unzureichend gegen die Kälte gewappnet. Durch den Regen und Fahrtwind war seine rechte Hand abgestorben und er konnte nicht mehr zielgenau die Kurven anbremsen. Horton hatte sich besser vorbereitet und trug einen neuen Barbouranzug, der einen besseren Kälteschutz gewährleistete.

 

VII. Internationales ADAC-1000-Kilometer-Rennen

28. Mai 1961

Keine Informationen für die Zuschauer

In den Tagen vor dem 1000-km-Rennen wurde die Lautsprecheranlage rund um die Nordschleife installiert. Bei dem 1000-km-Rennen 1961 blieben die Zuschauer leider ohne Informationen. „Übereifrige Fans“ hatten in der Nacht einige Kabel durchschnitten. Doch damit nicht genug. Es wurden außerdem auch Lautsprecher für den privaten Partyraum abmontiert. Die ehrlichen Fans waren die Leidtragenden. Sie blieben über die Platzierungen während des Rennens im Unklaren.

 

Mit abgebrochenen Rad auf den 2. Platz

Die Brüder Ricardo und Pedro Rodriguez lagen mit ihrem Ferrari 250 bis zur 43. von 44 zu fahrenden Runden auf den 2. Platz. Vor dem Streckenabschnitt Karussell war das rechte Vorderrad abgebrochen. Das Vorderrad hatte sich unter der Achse verkeilt. Pedro Rodriguez fuhr trotzdem mit dem Ferrari und auf der Fahrband schleifender Karosserie weiter und steuerte nach einer abenteuerlichen Fahrt die Box an. Das Publikum honorierte die Aktion mit lang anhaltendem Beifall. Das Vorderrad wurde gewechselt und Pedro Rodriguez fuhr in vollem Renntempo die letzte Runde zu Ende, um den 2. Gesamtrang zu sichern.