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Auf in den Ring!
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Anekdoten vom Nürburgring 1925 - 1934




Preisausschreiben zur Namensgebung des Nürburgrings

Das Kind braucht einen Namen

Ihren Namen erhielt die Gebirgs-, Renn- und Prüfstrecke am 30. Oktober 1925 als Ergebnis eines Preisausschreibens. Regierungspräsident a. D. Dr. Kruse hatte den siegreichen Einfall, die Strecke nach der Burg in ihrer Mitte zu benennen. Der Bindestrich im Wort "Nürburg-Ring" verschwand im Laufe der Zeit, der Name aber kam zu Weltgeltung.







Großer Preis von Europa für Motorräder

1. + 2. Juli 1927

Nord- und Südschleife

Zigarettenpause beim Tanken

Die Motorräder der 500er-Klasse fuhren am Sonntag 18 Runden, die kleineren Klassen (175 ccm/250 ccm / 350 ccm) am Samstag 14, 15 bzw. 16 Runden. Sie wurden im Fünf-Minuten-Abstand gestartet.

Das offizielle Training fand am Mittwoch und Donnerstag von 6 bis 9 Uhr und von 17 bis 20 Uhr statt. Zwischenzeitlich war der Ring für Touristenfahrten geöffnet. Am Freitag wurde die Strecke nochmals zwischen 6 und 9 Uhr für das Training freigegeben.

Um die Fahrer in den Motorradklassen 175 bis 350 ccm auseinander zuhalten, mussten die Fahrer verschiedenfarbige Westen überziehen.

Das Rennen der Kategorie B (Motorräder bis 350 ccm Hubraum) über 16 Runden auf der Nord- und Südschleife gewann der Engländer Simpson (AJS) nach 5:08:11,4 Stunden überlegen. Seit Vorsprung zum Zweitplatzierten Frank Longman  (Velocette) betrug über 30 Minuten. Bemerkenswert beim Boxenstopp von Simpson zum Auftanken der AJS war nicht nur die Geschwindigkeit von 27 Sekunden. Während dieser kurzen Pause nahm Simpson noch eine Erfrischung zu sich und zog mehrmals an einer ihm gereichten Zigarette.







 

Raketenwagenstart

1. April 1929

Feuer frei

 

Der Ostermontag fiel 1929 auf den 1. April. Es waren Raketenfahrzeuge auf dem Nürburgring angekündigt, allerdings war dies kein Aprilscherz. Der Ingenieur Curt Volkhart demonstrierte auf der Start- und Zielgeraden seinen Raketenwagen und sein Raketenmotorrad. Bei dem Raketenwagen wurden 24 Raketen und bei dem Raketenmotorrad 6 Raketen gezündet.

Das Heck des Raketenwagen mit den 24 Raketendüsen.   





Auto-Union Testfahrten 

Hans Stuck kennt eine Abkürzung auf der Nordschleife

In den 1930er Jahren mietete Auto-Union häufiger den Nürburgring für Testfahrten, um die Rennwagen und Neuentwicklungen einem Härtetest zu unterziehen. Einer der Auo-Union-Piloten war Hans Stuck. Bei einer dieser Testfahrten für Auto Union kürzte Hans Stuck die Nordschleife über die Steilstrecke ab. Die Rundenzeit wurde gestoppt und verursachte Kopfschütteln bei den Ingenieuren. Diese Zeit wurde von keinem anderen Pilot erreicht. Die Abkürzung über die Steilstrecke blieb unbemerkt. Erst am Abend in einer geselligen Runde beichtete Hans Stuck seine spezielle Streckenvariante.

: Besten Dank an Hans-Joachim Stuck, dem diese Anekdote von seinem Vater Hans Stuck weitergegeben wurde.







1. Lauf zur Westdeutschen Kraftradmeisterschaft für Ausweisfahrer

6. April 1931

Überlegener Sieg bei den Motorrädern mit Beiwagen

Am Ostermontag, den 6. April 1931, war die 2,292 km lange Start- und Zielschleife erstmalig Austragungsort für eine Motorsportveranstaltung auf dem Nürburgring. Es fand der 1. Lauf zur Westdeutschen Kraftradmeisterschaft für Ausweisfahrer statt. 

Es waren 3 Läufe ausgeschrieben. Im ersten Lauf sollten die Maschinen bis 350 ccm Hubraum starteten, im zweiten Lauf die Motorräder mit Beiwagen und im dritten Lauf die Fahrer mit Maschinen bis 500 ccm Hubraum.

Die Solomaschinen fuhren jeweils 25 Runden auf der Start- und Zielschleife (= 57,3 km), die Motorräder mit Beiwagen 25 Runden (= 45,84 km).

Das Rennen der Motorräder mit Beiwagen gewann der Fahrer Reisert überlegen. Er war der einzige Starter in dieser Kategorie gewesen. 

 

Eifelrennen

7. Juni 1931

Reporter in der Fichte

Die Staffelreportage rund um den Nürburgring wurde 1931 beim Eifelrennen eingeführt. Bei den früheren Reportagen vom Ring gab es nur einen einzigen Rundfunkreporter bei Start und Ziel. Beim Eifelrennen 1931 gab es einen weiteren Reporter auf der Tribüne am Wehrseifen und einen dritten Reporter, der in einem Fichtenbaum am Karussell saß, auch dann, wenn es regnete.

 

Großer Preis von Deutschland

18./19. Juli 1931

Teil 1: Die Geburtsstunde des Karussells

 

1931 war das Karussell noch nicht mit der Steilwand ausgebaut. An der Innenseite befand sich eine Art überhöhter Graben, der nicht viel breiter als ein Wagen war. Das Karussell als enge Spitzkehre konnte nur mit 40 bis 50 km/h durchfahren werden.

Rudolf Caracciola gehörte zum Werksteam von Mercedes-Benz. Er wurde von den beiden Mechanikern Fridolin Zimmer und Wilhelm Sebastian (der auch sein Beifahrer war) betreut. Am Samstagabend nach dem Abschlusstraining fuhren Fridolin Zimmer und Wilhelm Sebastian mit dem Mercedes SSKL noch eine „Besichtigungsrunde“ über den Ring. Im Karussell lenkte Wilhelm Sebastian den Mercedes vorsichtig in den Graben. Die beiden Mechaniker stiegen aus und schoben den Wagen Meter um Meter durch die „überhöhte“ Kurve des Karussells, um die Bodenfreiheit zu überprüfen. Nachdem der Wagen nirgendwo aufsetzte, fuhren die beiden erneut durch das Karussell und nutzen jetzt den Graben als Steilwand. Der Test war erfolgreich. Sie konnten durch die Ausnutzung des Grabens das Karussell mit ca. 65 km/h durchfahren.

Fridolin Zimmer und Wilhelm Sebastian berichteten Rudolf Caracciola von ihrer „Erfindung“. Rudolf Caracciola ging unter Anleitung von Wilhelm Sebastian am Sonntag das Risiko ein und nutzte im Rennen den Graben des Karussells aus. Dadurch holt er pro Runde einige Sekunden raus. Er gewann das Rennen mit 78 Sekunden Vorsprung vor Louis Chiron auf Bugatti.

Der Trick von Caracciola machte Geschichte und wurde eifrig von den Rennfahrerkollegen nachgeahmt. Ein Jahr später wurde der Graben des Karussells ausbetoniert und war somit regulärer Teil des Nürburgrings.

 

Teil 2: Shafer Spezial ohne Fußbremse

Neben den Wagen von Mercedes, Bugatti und Maserati war auch ein Shafer Spezial am Start für den Großen Preis von Deutschland 1931. Dieser Wagen war schon im Jahre 1931 veraltet und verfügte noch nicht über eine Fußbremse. Vor den Kurven wurde der Wagen mit der Handbremse gebremst.

 

Teil 3: Der Zaun muss weg

Vor dem Beginn eines Trainings zum Großen Preis von Deutschland 1931 hatten Bürger aus Nürburg den Terrassenplatz im Start- und Zielbereich mit Draht hermetisch abgeriegelt. Der Terrassenplatz war im Grundbuch als Eigentum der Gemeinde Nürburg eingetragen. Auf ihrem eigenen Grund und Boden wollten sie das Eintrittsgeld von den Rennbesuchern selbst kassieren. Der Koblenzer Regierungspräsident wurde eingeschaltet und die Zäune wurden wieder abgebaut.







Internationales Eifelrennen

3. Juni 1934

Geburtsstunde der Silberpfeile

Die wohl berühmteste Geschichte um die Namensgebung eines Rennwagens entstand am Nürburgring. Der Nürburgring bzw. besser gesagt das „Alte Forsthaus“, das Hauptquartier der Mercedes-Benz-Mannschaft in der 1930er Jahren, war der Geburtsort des Mythos „Silberpfeile“.

  

1934 trat im Rennsport eine neue Formel in Kraft. Die Rennwagen durften nur noch 750 kg ohne Sprit, Kühlwasser, Öl und Reifen wiegen. Mercedes-Benz hatte den W 25 entwickelt. Der Mercedes hatte ein 8-Zylinder-Triebwerk und einen Hubraum von 3 Liter mit Kompressor. Der W 25 sollte am 27. Mai 1934 auf der Berliner Avus seinen Rennpremiere feiern. Doch im Training gab es Probleme mit der Benzinzufuhr und der Wagen kam nicht zum Einsatz.

Die Rennwagen waren damals in den Farben ihres Landes lackiert:

Italien = rot
Frankreich = blau
Belgien = gelb
Deutschland = weiß
England = grün

Am Abend vor dem Eifelrennen wurden die Rennwagen von den Mechanikern gewogen. Die Waage zeigte 751 Kilogramm an. Rennleiter Alfred Neubauer entschied: „Der Lack muss ab.“ Die Mechaniker kratzten über Nacht im Mercedes-Quartier „Altes Forsthaus“ den weißen Lack und auch noch die dicke Schicht Bleispachtel ab. Danach trugen sie eine dünne Schicht Silberfarbe auf. Die schneeweißen Mercedes-Rennwagen (beim Nürburgring-Eröffnungsrennen 1927 noch „Weiße Elefanten“ genannt) waren ab diesem Zeitpunkt Historie.

Manfred von Brauchitsch gewann vor 200.000 Zuschauern das Rennen auf der Nordschleife vor Hans Stuck (Auto Union). Der erste Start der „Silberpfeile“ brachte auch direkt den ersten Sieg. Ein Mythos war geboren.

Das „Alte Forsthaus“ gibt es heute noch. Neben dem Namen „Altes Forsthaus“ weisen die Graffiti-Zeichnungen an den Garagentoren auf diesen weltbekannten historischen Platz im Ort Nürburg hin.

Ringhaus
Altes Forsthaus - St. Hubertus
Betreiber Frank Hiersekorn
Hauptstrasse 1
53520 Nürburg

Tel.: 02691-93539 0
Fax.: 02691-93539 8

http://www.ringhaus.com

mail@ringhaus.com

 

Großer Preis von Deutschland

15. Juli 1934

Ein defekter Kühler?

Den Großen Preis von Deutschland 1934 gewann Hans Stuck auf Auto-Union. 3 Runden vor Schluss hatte die Temperatur auf seinem Kühlwasserthermometer 100 Grad Celsius erreicht. Beim Vorbeifahren bei den Boxen am Start- und Zielplatz deutete Stuck auf den Kühler. Konstrukteur Dr. Porsche entschied weiterzufahren, da der Kühler bisher noch nie kaputt war. Bei der nächsten Vorbeifahrt wurde Hans Stuck trotz wilder Gestiken wieder vorbeigewinkt. Nach dem Zieleinlauf stellten die Mechaniker fest, dass lediglich das Anzeigeinstrument defekt war.

 

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