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Tragische Unfälle auf dem Nürburgring 1965 - 1974






Die Luxemburger Nicolas Koob und Honore Wagner waren mit einem Alfa Romeo Giulia TZ gestartet. In der 19. Runde verunglückte der mehrfache luxemburgische Meister Honore Wagner im Streckenabschnitt "Kallenhardt". Er stürzte mit seinem Alfa einen Steilhang hinunter, wobei er tödliche Kopfverletzungen erlitt.

  
Mit der Startnummer 85 der Alfa Romeo Giulia TZ mit dem Honore Wagner im Rennen tödlich verunglückte.
Dahinter der Ferrari 250 GTO von Peter Sutcliffe und Peter Lumsden.

















Erstmalig in der Geschichte der Formel 1 fuhren auch Formel 2-Wagen im gleichen Rennen mit. John Taylor konnte sich im Training mit seinem Formel 1-Wagen als 17. knapp vor Jacky Ickx im Formel 2-Wagen behaupten. Bei immer wieder einsetzenden Regen gingen 18 Formel-1-Wagen und 10 Formel-2-Wagen auf die 15 Runden Distanz. Schon in der ersten Runde kollidierten John Taylor (Brabham BRM BT11) und Jacky Ickx (Matra MS5) im Streckenabschnitt Flugplatz. Der Brabham von John Taylor ging in Flammen auf. Jacky Ickx zog John Taylor aus den Flammen. Mit Verbrennungen 2. Grades wurde John Taylor ins Krankenhaus nach Koblenz gebracht. Nachdem zuerst die Nachricht kam, dass John Taylor außer Lebensgefahr sei, verschlechterte sich sein Zustand. 4 Wochen nach dem Unfall verstarb John Taylor am 9. September an einer Infektion. John Taylor fuhr seit 1958 Rennen. 1966 fuhr John Taylor seine ersten Rennen in der Formel 1. Ironie des Schicksals: Bruce McLaren konnte zum Großen Preis von Deutschland nicht antreten und John Taylor übernahm den Wagen von Bruce McLaren.


John Taylor (Brabham BRM) im Training. Im Rennen kollidierte er in der ersten Runde an der Quiddelbacher Höhe mit Jacky Ickx. Der Wagen fing Feuer. Wochen nach dem Unfall verstarb John Taylor.










Rainer und Bernd Dangel nahmen am 16. Mai 1967 an einer Gleichmäßigkeitsprüfung teil. Im Verlauf dieses Wettbewerbs kamen sie mit ihrem Opel Kadett von der Strecke ab. Die Verletzungen von Rainer Dangel waren tödlich.

 



Der Motorsport-Club Langenfeld führte die 3. ADAC-12-Stunden-Sonderprüfungsfahrt Nürburgring im Juli 1967 durch. Die Streckenlänge betrug 420 Kilometer ohne Fahrerwechsel. Ein Beifahrer konnte an der Prüfungsfahrt teilnehmen. 

114 Fahrzeuge starteten zur Prüfungsfahrt. In Wertung erreichten 96 Fahrzeuge das Ziel. Der Start erfolgte um 21:00 Uhr. Die Teilnehmer wurden mit 5 Sekunden Abstand gestartet. 

Das Reglement sah vor, dass die vorgeschriebenen Rundenzeiten nach den PS der Fahrzeuge festgelegt wurden. Ein Wagen mit weniger als 30 PS musste die Nordschleife innerhalb von 18:10 Minuten umrunden. Bei den Fahrzeugen mit mehr als 125 PS lag die Sollzeit beispielsweise bei 15:30 Minuten. Da die 12-Stunden-Sonderprüfungsfahrt bei trockenem Wetter abgehalten wurde, kamen die "Regenzeiten" nicht zum Einsatz. Bei Regen wären die Sollzeiten um 1:30 Minuten erhöht worden.

In der 4. Runde verunglückte der Münsteraner Helmut Bernsmann mit seinem BMW 1600/2 in der Bergwerkkurve tödlich. Sein Beifahrer Karl Räckers erlitt einen Oberarmbruch. Laut Aussage der Streckenposten fuhr Helmut Bernsmann vor der Rechtskurve auf der rechten Fahrbahnseite, obwohl die Bergwerkskurve von der linken Seite in einem möglichst großen Radius angefahren wird. Ohne Lenkbewegung fuhr Helmut Bernsmann geradeaus. Helmut Bernsmann war Ring-Neuling gewesen. 

 



Das Rennen um den AvD-Rheinland-Pfalz-Preis für Touren- und GT-Wagen Im Rahmenprogramm wurde am Samstag um 17:00 Uhr nach dem Training der Formel 1 gestartet. Der Ludwigsburger Roland Cantz kam mit seinem Mercedes Benz 300 SE im Streckenabschnitt Hohe Acht in der Rechtskurve von der Strecke ab und raste in eine Gruppe von Zuschauern, die sich in der Sperrzone aufhielten. Ein Zuschauer starb sofort an der Unfallstelle, 8 weitere Zuschauer wurden verletzt. Von diesen achten Verletzten verstarben zwei einige Tage später im Krankenhaus.




In Berichten zum Großen Preis von Deutschland wird von 2 Todesopfern gesprochen. Das dritte Todesopfer starb erst einige Tage nachdem die Berichte zum Rennen veröffentlicht wurden. Rudolf Rehker veröffentlichte 1978 seine Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde mit dem Titel "Unfälle auf dem Nürburgring in den Jahren 1967 - 1971 unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsvorschriften und des Rettungsdienstes". In seiner Dissertation berichtet Rudolf Rehker von 3 Todesopfern. In einem Gespräch mit Rudolf Rehker im Januar 2006 erzählte mir Rudolf Rehker von dem dritten Todesopfer, dass er über die Krankenakten des Krankenhauses in Adenau und der Universitätskliniken in Köln und Bonn ermittelt hatte.

 



Der Belgier Georges Berger verunglückte am 23. August morgens um 4:00 Uhr mit seinem Porsche 911 im Streckenabschnitt Pflanzgarten tödlich.

Makaber: Der verunfallte Wagen wurde von einigen Zuschauern innerhalb kürzester Zeit vollständig geplündert.



















Besten Dank an Hugo Böcker für die Informationen.







Bei dem verunglückten Fahrer könnte es sich um Antwig Altmann aus Wiesbaden gehandelt haben. Er startete in der Klasse 1 bis 850 ccm Hubraum mit einem Fiat 850 Coupé.





In der letzten Trainingsrunde am Freitagnachmittag, den 1. August 1969, verunglückte der 33jährige Gerhard Mitter bei Kilometer 4,9 im Abschnitt Schwedenkreuz aus unbekannten Gründen. Gerhard Mitter verstarb an der Unglücksstelle. Es wurden verschiedene Theorien zum Unfallhergang angestellt. Die genaue Unglücksursache wurde nie geklärt. Augenzeugen zum Unfallhergang fehlten.


Gerhard Mitter eingangs des Streckenabschnitts Schwalbenschwanz.
Eine halbe Runde weiter im Streckenabschnitt Schwedenkreuz verunglückte Gerhard Mitter tödlich.


Gerhard Mitter im Fahrerlager

Das BMW-Team zog im Einverständnis mit Hubert Hahne, Dieter Quester und der Rennleitung die beiden anderen BMW-Formel-2-Wagen zurück. Auch Hans Herrmann verzichtet auf den Start.












Besten Dank an Rudolf Rehker, der ein Exemplar seiner Dissertation
"Unfälle auf dem Nürburgring in den Jahren 1967 - 1971 unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsvorschriften und des Rettungsdienstes"
geschenkt hat.





Beim Großen Preis der Motorräder 1970 während der traditionellen Motorsportveranstaltung „Eifelrennen“ am 3. Mai stürzte der Engländer Robert Fitton im Rennen der 500er Maschinen im Streckenabschnitt "Wippermann". Er prallte in die Leitplanken und verblutete.

 



Beim Training zum 16. Internationalen ADAC-1000-Kilometer-Rennen 1970 hob der Porsche 908 vom Finnen Hans Laine (25 Jahre) auf der langen Geraden zur Antoniusbuche ab, überschlug sich um die Längsachse und brannte aus. Der Porsche 917 des finnischen AAW-Teams mit den Fahrern Pauli Toivonen und Sten Axelsson wurde danach vom Rennen zurückgezogen.

 



Herbert Schultze und Reinhard Stenzel starteten auf einem Alfa Romeo 2000 GTA. In der 36. und letzten Runden kam Herbert Schultze aufgrund eines Reifenschadens in der ersten Rechtskurve vor dem Streckenabschnitt "Hatzenbach" von der Strecke ab, stürzte eine Böschung hinunter und wurde tödlich verletzt. 






Quelle: "Klaus Steinmetz - Ein Leben für den Motorsport"
Heel-Verlag 2008
ISBN: 978-3-89880-829-3

































Bernd Rauschenwald mit dem Drachensegler in Höhe der Haupttribüne.



Für die Bilder und Informationen zum Unfall von Bernd Rauschenwald bedanken wir uns bei:
- Dirk Rommelsheim
- Alf Schwartz

Quellen: Aufzeichnungen Manfred Rommelsheim, Stern, Westfälische Nachrichten, Alf Schwartz













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