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Anekdoten vom Nürburgring 1945 - 1954




Eifel-Pokal-Rennen

17. August 1947

Mit Sack und Pack beim Rennen

Das Eifel-Pokal-Rennen auf der Südschleife war das erste Rennen auf dem Nürburgring nach dem II. Weltkrieg. Der Motorradfahrer Kurt Mansfeld behielt seinen Rucksack mit seinem gesamtem Gepäck während des Rennens auf. Er war aus der ‚Sowjetisch Besetzte Zone’ mit einer DKW angereist. Trotz eines Sturzes belegte er den 5. Platz.





XV. Großer Preis von Deutschland

3. August 1952

Der Mann mit der Pfeife

Es klingt unglaublich, aber es ist belegt. Beim Großen Preis auf dem Nürburgring sass Felice Bonetto mit einer Pfeife am Steuer seines Sechszylinder-Maserati. Nachahmer fand der Italiener indes nicht. Vielleicht lag es ja am frühen Ausfall in der ersten Runde. Oder am sonnigen Gemüt des Maserati-Fahrers. Nach dem Ausfall nahm er noch fremde Hilfe in Anspruch. Das ist verboten. Felice Bonetto wurde disqualifiziert. Aber seine Pfeife raucht man auch besser jenseits der Rennstrecke.





Internationales ADAC-1000-km-Rennen

30. August 1953

"Lancia mit Startproblemen und 1 Runde reicht"

Das Lancia Team war als Favorit mit 3 Wagen zur ersten Ausgabe des Nürburgringklassikers angereist. Robert Manzon und Piero Taruffi holten sich die Pole-Position mit ihrem Lancia D24. In der 3. Runde fiel der erste Lancia mit Elektronikproblemen aus. Die beiden anderen Lancia sprangen in der 15 Runde nach dem Boxenstopp mit Fahrerwechsel nicht mehr an.

Hinter dem Siegerduo Alberto Ascari und Nino Farina beendeten Ian Stewart und Roy Salvadori (Jaguar C-Type) das Rennen auf dem 2. Platz. Sie benötigten für die 44 Runden 8:35 Stunden. Roy Salvadori fuhr den ersten Turn und kam nach 3 Stunden zum Tanken und Fahrerwechsel an die Box. Nach nur 1 Runde übergab jedoch Ian Stewart den Jaguar wieder an seinen Teamkollegen. Ian Stewart war der Ring „zu anspruchsvoll“ (Zitat). So fuhr Roy Salvadori nach über 8 Stunden den Jaguar fast alleine auf den 2. Platz. Teamarbeit sieht in Motorsport eigentlich anders aus.

 

XVI. Großer Preis von Deutschland

2. August 1953

Mit defekter Bremstrommel ins Ziel

Alberto Ascari führte in der 4. Runde den Großen Preis von Deutschland mit seinem Formel-2-Ferrari vor Juan Manuel Fangio (Maserati) mit 42 Sekunden Vorsprung an. Am Ende der 4. Runde verlor Alberto Ascari auf der Nürburg-Brücke bei voller Fahrt das rechte Vorderrad. Auf der Bremstrommel rutschte er bis an die Box. Die Ferrari-Mechaniker montierten innerhalb von 4 Minuten ein neues Rad und Alberto Ascari ging an 10. Position liegend wieder ins Rennen.

Am Ende der 10. Runde hielt Ascari an der Box und stieg aus. Sein Teamkollege Villoresi, der an 4. Stelle lag, wurde am Ende der 10. Runde an die Box gewinkt. Er übergab seinen Wagen Ascari und fuhr selbst mit dem Wagen von Alberto Ascari weiter. In der 12. Runde fuhr Ascari mit 9:56,0 km/h (= 137,8 km/h) die schnellste Zeit des Rennens. Allerdings mutete er dabei dem Motor zuviel zu. In der 15. Runde gab der Wagen deutliche Rauchzeichen von sich und Ascari stellte am Ende der Runde den Rennwagen ab. 

Mit dem Wagen von Ascari und der demolierten Bremstrommel beendete Villoresi das Rennen als Achter.

 

Als Schauspieler ist mittendrin statt nur dabei

Der bekannte Schauspieler und Weltenbummler Hardy Krüger senior war 1953 beim Großen Preis von Deutschland für Filmarbeiten am Nürburgring. In dem Film „Muss man sich gleich scheiden lassen“ spielte Hardy Krüger den Rennfahrer Andreas von Dörr. Um die Geschichte des Rennfahrers richtig in Szene zu setzen, wurden Filmaufnahmen am Nürburgring gemacht.

Der Film

Der Film beginnt mit einer Fahrt aus dem Fahrerlager in die Boxenanlage. Hardy Krüger sitzt am Steuer eines Veritas. Die Kamera fängt Szenen vom Startplatz ein. Hardy Krüger ist u.a. von den Fahrern Alberto Ascari und Dr. Farina umgeben. Die Uhr am Start- und Zielplatz zeigt 13:50 Uhr. Noch 10 Minuten bis zum Start zum GP von Deutschland. Neben Hardy Krüger ist die Schauspielerin Ruth Leuwerik zu sehen. Der Veritas-Rennwagen mit Hardy Krüger am Steuer steht in der zweiten Startreihe ganz links. Im Vordergrund ist deutlich Dr. Farina in seinem Wagen sitzend zu sehen. Dann kommt der Start. Es handelt sich hierbei um den echten Start zum Großen Preis. Dem aufmerksamen Beobachter fällt auf, dass der Veritas nicht mehr in der zweiten Startreihe steht.

Szenenwechsel:

Mit einem Kamerawagen wird eine Runde um die Nordschleife eingefangen. Hervorragende Aufnahmen von den legendären Streckenabschnitten am Nürburgring. Während der Einführungsrunde wird das Intro mit Filmtitel, Schauspielern, Regisseur, usw. eingeblendet. Ausgangs der Karussells ist deutlich die alte Fußgänger-Continental-Brücke zu sehen.

Szenenwechsel:

Hardy Krüger kommt an die Box gefahren. Die Rennstrecke ist nass. Weiter geht es mit Ausschnitten aus dem Großen Preis von Deutschland. Dazwischen ist immer wieder Hardy Krüger auf Veritas zu sehen. Bei diesen Aufnahmen ist die Rennstrecke trocken. Hardy Krüger wird in Großaufnahme in dem Cockpit sitzend gezeigt. Für diese Aufnahmen fuhr ein Kamerawagen vorher. Die Szenen am Nürburgring enden mit dem Unfall von Hardy Krüger. Als Unfallort wird der Streckenabschnitt „Ex-Mühle“ genannt. Die Filmaufnahmen sind aber offensichtlich an einem anderen Streckenabschnitt gedreht worden.

 

Wie ist es zu den Filmaufnahmen am Nürburgring gekommen?

Die Rennszenen mit Hardy Krüger zum GP von Deutschland 1953 sind echt. Der Szenen wurden nicht nachträglich geschnitten.

In einem Gespräch mit Hardy Krüger konnten diese Fragen geklärt werden. Die Filmaufnahmen entstanden tatsächlich beim Großen Preis. Hardy Krüger fuhr in dem Veritas im Training mit. Die Rennteams und Fahrer hatten dazu ihre Einwilligung gegeben. Bevor Hardy Krüger bei der Weltelite des Motorsports mitfahren durfte, absolvierte er ein Fahrertraining mit Karl Kling. In einem Mercedes 300 SL erkundete er als Beifahrer die Nordschleife. Karl Kling erklärte die einzelnen Streckenabschnitte und Kurven und steigerte im Laufe der Demonstrationsrunden immer mehr das Tempo. Diese Runden mit immer höheren Geschwindigkeiten sind Hardy Krüger auch 54 Jahre nach den Filmaufnahmen in bester Erinnerung geblieben. Karl Kling hatte vor den Demorunden Blechdosen rund um die Nordschleife an den Fahrbahnrändern aufgestellt. Diese Blechdosen markierten Brems- und Einlenkpunkte. Hardy Krüger orientierte sich während seiner Runden im Veritas beim Training zum Großen Preis an den Blechdosen. Vor dem Training wurden die Fahrer instruiert, dass es sich bei dem Fahrer auf dem Veritas um einen Amateur handelt und die Fahrer beim Überholen vorsichtiger zu Werke gehen sollten.

Wie kam es zu den Filmszenen mit Hardy Krüger in der Startaufstellung zum GP? Nach dem Training stellten sich alle Fahrer mit ihren Wagen auf der Start- und Zielgeraden für die Filmaufnahmen auf. Beim Start am Sonntag fehlte dann selbstverständlich der Veritas.

Für die Onboard-Aufnahmen mit Hardy Krüger in Grossaufnahme (aufgenommen von einem vorausfahrenden Kamerawagen) wurde der Film „unterdreht“, d.h. die Filmszenen wurden langsamer aufgenommen. Somit mussten auch die Lenkbewegungen von Hardy Krüger langsamer sein. Für den Spielfilm wurden dann die Szenen mit normaler Geschwindigkeit abgespielt, so dass „Renngeschwindigkeit“ gezeigt werden konnte.

:
Vielen Dank an Hardy Krüger für die ausführlichen Informationen zu diesen besonderen Aufnahmen am Nürburgring. Danke auch an das Management, insbesondere Frau Schwarz, die den Kontakt hergestellt hat. Das Gespräch mit Hardy Krüger senior führte Burkhard Köhr







Großer Preis von Europa

1. August 1954

Rennen der Rennsportwagen, Seriensportwagen und GT-Wagen

Das erste Rennen am Sonntag was das Rennen der Rennsportwagen bis 1500 ccm Hubraum, Seriensportwagen und GT-Wagen bis 1600 ccm Hubraum und Seriensportwagen und GT-Wagen bis 1300 ccm Hubraum. Der Start erfolgte um 10:30 Uhr für die Rennsportwagen. Die weiteren Klassen wurden mit jeweils 3 Minuten Abstand gestartet. 

Im Programmheft war bei den Seriensport- und GT-Wagen ein "Axel Linther" genannt. Es handelte sich hierbei um Wolfgang Graf Berghe von Trips. Da die Eltern von Wolfgang Graf Berghe von Trips die motorsportlichen Ambitionen ihres Sohnes nicht unterstützten, hatte er sich das Pseudonym "Axel Linther" ausgedacht. Allerdings folg der "Schwindel" schon am Ring auf, da die Eltern als Zuschauer vor Ort waren.

 

 

Mercedes-Benz-Testfahrten

September 1954 

Der Techniker ist schneller als die Rennfahrer-Crew

Im September 1953 hatte Mercedes-Benz die Nordschleife für Testfahrten gemietet. Es wurde ein Rennwagen und ein 300 SLR in die Eifel verfrachtet. Mercedes-Benz-Versuchschef Uhlenhaut ging als erstes mit dem Rennwagen auf gezeitete Runden durch die Grüne Hölle und bewegte den Boliden bis an die Grenzen des Möglichen. Die Uhr blieb bei 9:51 Minuten stehen. Die Zeitnehmer wollten diese Zeit nicht glauben und Uhlenhaut ging erneut den Kampf gegen die Uhr ein. Um keinen Fehler zu machen, liefen 5 Stoppuhren mit. Die Uhren blieben dann bei 9:47,8 Minuten stehen. Dies war die schnellste Runde, die bis dato in der Nachkriegszeit auf dem Nürburgring gefahren wurde. Die schnellste Runde stammte noch von Bernd Rosemeyer (Auto-Union) aus dem Jahre 1937 mit 9:46,2 Minuten.

Die Mercedes-Werksfahrer konnten nur neidisch auf die Zeit von Uhlenhaut schauen. Hermann Lang fuhr auf dem SLK eine Zeit von 9:58 Minuten und Hans Hermann kam auf eine Zeit von 9:55 Minuten.

Fazit: Zur Verstärkung der Rennfahrer-Crew sollte der Versuchschef engagiert werden.

 

 

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