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AvD-Preis von Deutschland


1. + 2. August 1970

Bilder: Helmut Segeth
Bericht: Burkhard Köhr

Nürburgring-Nordschleife
Streckenlänge: 22,835 Kilometer

Rahmenprogramm
Formel V Rennen "Großer Preis der Bild-Zeitung"
Go-Kart-Rennen
Markenrennen um den "Großen Preis der Adam Opel AG"


Der Ersatz-Grand-Prix in der Eifel

Nach der kurzfristigen Absage der Formel 1 wegen Sicherheitsbedenken wurde am ursprünglichen Termin festgehalten und der AvD-Preis von Deutschland für Formel-2-Wagen ausgetragen.


Formel V
7 Runden = 159,845 Kilometer Renndistanz

Training
Im Rahmenprogramm startete die Formel V um den „Großer Preis der Bild-Zeitung“. Hier bot sich im Training eine Premiere. Günther Huber fuhr während des Trainings außerhalb der Konkurrenz einen Beach-Super-V. Er erhielt die Sondergenehmigung, nachdem er versichert hatte, keinem Fahrer im Windschatten-Duell auf der Döttinger Höhe zu einem Vorteil zu verhelfen. Günther Huber imponierte durch schnelle Rundenzeiten und war von dem Wagen begeistert.

Bei der Formel V blieben am Freitag sechs Fahrer unter dem Rundenrekord von Dr. Helmut Marko aus dem Vorjahr. Am Samstag steigerten sich die Fahrer und fuhren so schnell wie nie zuvor ein Formel V auf der Nordschleife. Die schnellste Zeit mit 9:42,0 Minuten von Helmut Bross (Kaiman) lag 9,7 Sekunden unter dem bestehenden Rundenrekord.

Rennen
Der Start um den "Großen Preis der Bild-Zeitung" erfolgte in Indianapolis-Manier nach einer Einführungsrunde über die Start- und Zielschleife. Von Anfang an versuchten Erich Breinsberg und Harald Ertl sich vom Feld abzusetzen, gefolgt von Roos (RPB), Manfred Schurti (Austro) und Helmut Bross (Kaiman). In der zweiten Runde wurde der alte Rundenrekord durch Bertil Roos gebrochen. Er hatte sich nach einem schwachen Start auf den ersten Platz vorgearbeitet. Aber zwischenzeitlich übernahm dann Roland Müller die Führung. Erst in der letzten Runde konnte Bertil Roos sich wieder an die Spitze setzen und das Rennen siegreich beenden.




Formel V
Pos. # Fahrer Wagen Zeit (Std.)
1 14 Bertil Roos Kaimann 1:08.16,6
2 Erich Beinsberg Kaimann 1:08.17,5
3 Helmut Bross Kaimann 1:08.18,2
4 24 Manfred Schurti Austro 1:08.18,2
5 Harald Ertl Kaimann 1:08.37,7
6 Helmut Koinigg McNamara 1:08.48,2
7 Peter Peter Kaimann 1:08.48,9
8 Werner Müller Karringer 1:08.48,1
9 Heiner Wiese Fuchs 1:09.39,4
10 Harry Ingle Zink 1:09.39,8
Schnellste Runde: Bertil Ross, RPB, 9:39,0 Minuten = Ø 142,0 km/h



Formel 2
10 Runden = 228,350 Kilometer Renndistanz

Training
Hannelore Werner (March 702) gab ihr Debüt in der Formel 2 (Eifelland-Racing) und überraschte mit der achtschnellsten Trainingszeit. Am Samstag sorgte Francois Mazet auf einem Brabham beim Abschlusstraining mit der Pole-Zeit für die Überraschung. Bester Deutscher nach Francois Mazet, Derek Bell, Peter Westbury und Tim Schenken war Bernd Terbeck, ebenfalls für Eifeland-Racing am Start.

Rennen
Als sich die Startflagge senkte, gingen 16 von 17 Startern auf die Reise. Der Lola von Rob Lamplough kam nicht vom Start weg. Schon auf der Gegengeraden hat man sich sortiert: Derek Bell vor Francois Mazet, Tim Schenken, Peter Westbury und Bernd Terbeck. Ausgangs der Südkehre berührten sich Tetsu Ikuzawa (Lotus) und Graham Birell. Tetsu Ikuzawa fiel aus.

Aus der ersten Runde kam die Spitzengruppe unverändert zurück. Graham Birrell fuhr an die Box um seine Spoiler entfernen zu lassen, die sich in ihre Bestandteile zerlegt hatten. Hannelore Werner lag sicher fahrend auf Platz 8. Doch ihre Position verbesserte sich langsam. Während sie ihren Verfolger, Howden Ganley (March), sicher im Griff hatte, fielen vor ihr Wagen aus.

In der nächsten Runde fehlte Francois Mazet, der seinen Wagen auf der Strecke demolierte und Hannelore Werner rückte damit auf Platz 4 vor. Francois Mazet hatte die Frontverkleidung verloren und rollte langsam an die Box. Eine Runde weiter starb Tim Schenken an der Quiddelbacher Höhe der Motor ab. Nun lag Hannelore Werner auf Platz 3. Zwischen Derek Bell und Xavier Perrot betrug der Abstand zwischenzeitlich zwei Minuten. So ging es in die 10 Runde. Es sah nach einem sicheren Sieg für Derek Bell aus. Aber an der Antoniusbuche, knapp zwei Kilometer vor dem Ziel, sprang auf dem welligen Fahrbandbelag der Gang raus und der Motor überdrehte. Xavier Perrot nahm das Geschenk dankend an und gewann vor der Formel 2-Debütantin Hannelore Werner.




Formel 2
Pos. # Fahrer Wagen Zeit (Std.)
1 18 Xavier Perrot March 702 1:26.16,7
2 26 Hannelor Werner March 702 1:27.21,1
3 Alistair Walker Brabham BT 30 1:29.19,1
4 Brian Cullen Brabham BT 23 C 1:30.12,2
5 Graham Birrell Brabham BT 30 1:34.28,1
6 1 Derek Bell Brabham BT 30
7 Bernd Terbeck Brabham BT 23 C
Schnellste Runde: Derek Bell, Brabham BT 30, 8:15,5 Minuten = Ø 166,2 km/h



Opel-Markenpokal
6 Runden = 137,010 Kilometer Renndistanz

Training
Beim Training am Freitag blieben nur 3 Fahrer unter der 10-Minuten-Schallmauer:
Willi Kauhsen
CommodoreGS 3 Liter
9:42,3 Minuten

Dr Helmut Marko
CommodoreGS 3 Liter
9:45,9 Minuten

Bengt Dahlberg
1900 Rallye-Kadett
9:58,7 Minuten

Am Samstag schaffte es kein weiterer Fahrer unter 10 Minunten die Nordschleife zu umrunden. Willi Kauhsen und Dr. Helmut Marko steigerten sich noch einmal und fuhren 9:40,0 bzw. 9:40,6 Minuten.

Rennen
Das Starterfeld von über 60 Tourenwagen wurde in zwei Gruppen mit 2 Minuten Abstand gestartet. Von Anfang an nahm Dr. Marko die Spitze ein, die er, als sein Teamkollege Willi Kauhsen ausschied, ständig ausbaute. Auch Bengt Dahlberg konnte ihm nicht folgen. Er fiel über 30 Sekunden zurück. Die schnellsten Serien-Tourenwagen, die zwei Minuten später gestartet waren, hatten bald die langsamsten Spezial-Tourenwagen eingeholt.

Nach fünf Runden hatte Dr. Marko einen beruhigenden Vorsprung rausgefahren. Diesen hatte er dann noch bitter nötig, denn in der letzten Runde in der Nordkehre zeigte sein Wagen eine Rauchentwicklung und das Rennen hätte keine Runde länger dauern dürfen. Als er als Sieger abgewinkt wurde, hatte Bengt Dahlberg wieder bis auf 1,3 Sekunden aufgeholt.




Für die Bilder zum AvD-Preis von Deutschland 1970 bedanken wir uns bei Helmut Segeth.

Quellen: rallye racing, powerslide, ONS-Mitteilungen

Veröffentlichung: 2. März 2017
Letzte Aktualisierung: 9. März 2017
Copyright: Burkhard Köhr


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