Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung der Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden.



Großer Preis der Tourenwagen

4. Lauf zur Tourenwagen-Europameisterschaft

12. - 13. Juli 1975

Bilder: Helmut Segeth, Wolfgang Wernig
Bericht: Burkhard Köhr

Nürburgring-Nordschleife
Streckenlänge: 22,835 Kilometer
28 Runden = 639,380 Kilometer Renndistanz


Rahmenprogramm:
Formel-Super-Ford
Lauf um den VW-Goldpokal


"Bitte schon mal den Sekt kaltstellen"

60 Fahrzeuge folgten Rolf Stommelen im Pace-Car in der Einführungsrunde zum Großen Preis der Tourenwagen 1975. Das Rennen leidete unter vielen technischen Ausfällen und so siegten Helmut Kelleners und Harald Grohs souverän mit dem Faltz-Alpina-BMW 3,5 CSL) vor ihren Teamkollegen Siegfried Müller/Alain Peltier und Thomas Betzler/Hartwig Bertrams. Auf den vierten Platz landeten überraschend Willi Bergmeister und Wolfgang Wolff mit dem Spiess-NSU-TT. Helmut Kelleners und Harald Grohs hatten einen so großen Vorsprung rausgefahren, dass Helmut Kelleners vor der letzten Runde die Box ansteuerte um seinem Teamchef mitzuteilen, dass der Sekt kaltgestellt werden kann.


Mehr Boxenstopps als Rennrunden für Hans Heyer

Hans Heyer, der als Favorit in der Division I mit dem Zakspeed Escort gestartet war, steuerte ab der dritten Runde im regelmäßigen Turnus die Boxen an: 1 Runde - 1 Boxenstopp. Die Fehlerquelle am Escort wurde nicht gefunden, aber trotzdem das Rennen zu Ende gefahren. Bei einem Boxenstopp nahm sich Hans Heyer noch die Zeit und gab Kalli Hufstadt ein Interview, bevor er das Rennen fortsetzte.




Formel Super Ford
Lauf um den VW-Goldpokal


5 Runden = 114,175 Kilometer Renndistanz

Haste mal sieben Mark?

Im Training fuhr der favorisierte Keke Rosberg seinen Kern-Kaimann auch mal ohne Heckflügel. Aber zum Start war der Heckflügel wieder dran. Doch auch ein "beflügelter" Kaimann sollte ihm kein Glück bringen. Bereits in der ersten Runde schied Keke Rosberg in Führung liegend mit technischen Defekt im Streckenabschnitt Breidscheid aus. Mit einem Taxi ließ er sich zurück zum Fahrerlager bringen. Die Taxifahrt kostete 14,- D-Mark und da Keke nur 7,- DM "an Bord hatte" musste er im Fahrerlager "schnorren", um den Taxifahrer bezahlen zu können.

Was macht ein Rennfahrer mit 7,- DM im Renn-Rennoverall auf der Nordschleife? Wollte Keke bei den Fans an der Nordschleife anhalten und eine Grillwurst kaufen? Wenn ja, hätte er sich diese 7,- DM sparen können. Die Fans hätten im sicher gerne eine knackige Grillwurst ausgetan.

Nachdem Keke Rosberg augeschieden war, konnte Mikko Kozarowitzky den Sieg vor Kenneth Persson (Bosch-Kaimann) und Helmut Bross (ATS-Lola). Glück hatte der viertplatzierte Manfred Trint. In der letzten Runde brach an seinem ATS-Lola die Befestigung vom Heckflügel ausgangs der Fuchsröhre. Nach einem Dreher konnte er das Rennen mit dem lädierten Wagen fortsetzen und den vierten Platz belegen.




Für die Bilder und Informationen zum Großen Preis der Tourenwagen 1975 bedanken wir uns bei:
- Helmut Segeth
- Thomas und Wolfgang Wernig

Veröffentlichung: 11. Februar 2021
Copyright: Burkhard Köhr

Impressum


Copyright © Pro Steilstrecke 2000 - 2021