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ADAC-Eifelpokal-Rennen

30. August 1959


Bilder: Archiv Wolfgang Thierack
Bericht: Burkhard Köhr

Nürburgring-Südschleife
Streckenlänge: 7,747


Die Motorsportveranstaltung auf der Südschleife "Um den ADAC-Eifel-Pokal" fand erstmalig zur Förderung des Nachwuchses statt. Vor 25.000 Zuschauern wurden bei bestem Eifelwetter fünf Rennen für Motorräder "Um das Bayer-Kreuz" und ein Rennen für Formel Junior Rennwagen um den "Goldenen Nürburg-Ring" ausgetragen.


Über die Südschleife schrieb der Motorsportjournalist Ernst "Klacks" Leverkus in "Das Motorrad":
"Es war ein großartiger Zweikampf gewesen und man kann nur staunen, wie diese Nachwuchsfahrer auf der so überaus schwierigen Südschleife fuhren. Der Kurs ist durch seine scharfen Ecken, Bodenwellen im Gefälle und in schnelleren Kurven, durch enger werdende Bogen und den langen Anstieg von Müllenbach hinauf zur Gegengerade um den Scharfen Kopf bei der Wolfsangel nach meinem Begriff schwerer zu fahren, als zum Beispiel die Nordschleife vom Kallenhard runter nach Breidscheid. Vor allem, weil man sich in der Hitze des Gefechtes niemals vergessen soll, denn diese Südschleifen-Kurven sind unter Umständen ekelhaft schnell da, schrauben sich enger - die Geraden sehen dazu nach Tempo aus - man sollte vor jedem Rennen gerade hier ganz besonders gut trainieren. Nicht auf Schnelligkeit, sondern auf die versteckten Tücken dieser Strecke. Der Nürburgring verlangt alles und mehr. Nein, noch mehr -!"

Im Rennen der 500-ccm-Maschinen und bei den Gespannenn gab es mehrere Unfälle in der Bergab-Passage nach Müllenbach. Mehrmals mussten die weißen Flagge geschenkt werden: "Krankenwagen auf der Rennstrecke". Die Unfälle sahen schlimmer aus als sie in Wirklichkeit waren.

Das Rennen der Formel Junior ging über 20 Runden. In den ersten Runden gab es einen harten Zweikampf zwischen Michael May (Stanguellini) und Gerhard Mitter (Auto-Union-Eigenbau). Allerdings fiel Gerhard Mitter in der 3. Runde mit Motorschaden aus. Somit war der Weg für Michael May frei. Er gewann das Rennen vor Renato Pirocchi (Stanguellini) und Günter Bechem (A-U-Hartmann). Michael May fuhr auch die schnellste Runde in 1:13:57,5 Minuten (= 125,7 km/h).











Rennen 1
Motorräder bis 125 ccm Hubraum
7 Runden à 7,747 km = 54,229 Kilometer
Pos. # Fahrer Motorrad Zeit (Min.) Ø km/h
1 126 Karl Fluhrer Ducati 31:00,4 104,9
2 123 Herbert Ott DKW 31:09,7 104,4
3 125 Peter Eser Ducati 31:25,0 103,6
4 Kaletsch DKW 32:50,6 99,0
5 128 D Laurenz Schöppner Ducati 32:52,5 98,9
25 Fahrer gestartet; 9 ausgeschieden
Schnellste Runde: Karl Fluhrer (Ducati), 4:20,1 Min. = 107,2 km/h


Rennen 2
Motorräder bis 350 ccm Hubraum
7 Runden à 7,747 km = 54,229 Kilometer
Pos. # Fahrer Motorrad Zeit (Min.) Ø km/h
1 41 Hans Föhr AJS 28:04,9 115,9
2 64 D Conrad Scharf NSU 28:32,0 114,0
3 56 Hermann Klein Norton 28:34,4 113,9
4 42 Hans Kuhlemann AJS 28:51,8 112,7
5 50 Paul Hamelmann Horex 29:00,1 112,2
31 Fahrer gestartet, 8 ausgeschieden
Schnellste Runde: Hans Kuhlemann (AJS), 3:55,5 Min. = 118,4 km/h


Rennen 3
Motorräder bis 250 ccm Hubraum
7 Runden à 7,747 km = 54,229 Kilometer
Pos. # Fahrer Motorrad Zeit (Min.) Ø km/h
1 86 D Martin Sicheneder Adler 28:06,6 115,8
2 106 D Conrad Scharf NSU 28:57,3 112,4
3 103 Edmund Janson NSU 29:02,6 112,1
4 101 Heinz Kessing NSU 29:27,6 110,5
5 105 Toni Rütten NSU 30:00,0 108,4
28 Fahrer gestaret, 10 ausgeschieden
Schnellste Runde: Martin Sicheneder (Adler), 3:56,3 Min. = 118,0 km/h


Rennen 4
Motorräder bis 500 ccm Hubraum
7 Runden à 7,747 km = 54,229 Kilometer
Pos. # Fahrer Motorrad Zeit (Min.) Ø km/h
1 31 Karl Recktenwald Norton 27:24,6 118,8
2 38 Fritz Meyer BMW 27:26,5 118,6
3 18 D Klaus Hamelmann Horex 27:57,8 116,5
4 9 Rolf Suing BMW 28:25,7 114,6
5 34 Hans-J. Melcher Triumph 28:26,5 114,5
31 Fahrer gestartet, 12 ausgeschieden
Schnellste Runde: Fritz Meyer (BMW), 3:50,9 Min. = 120,7 km/h
neuer Ausweisfahrer-Rundenrekord


Rennen 5
Motorräder mit Seitenwagen
7 Runden à 7,747 km = 54,229 Kilometer
Pos. # Fahrer Motorrad Zeit (Min.) Ø km/h
1 7 H. Luthringhausen / Emil Hörner BMW 30:45,0 105,8
2 22 Günther Appelt / August Röwekamp Norton 32:12,8 101,5
3 4 Heinz Görtz / Paul Matte BMW 32:13,4 101,4
4 15 Harald Wohlfahrt / Werner Horn BMW 32:59,7 99,1
5 12 G. Strasburger / Hans Braschohs BMW 33:03,1 98,9
19 Fahrer gestartet, 8 ausgeschieden
Schnellste Runde: Luthringhausen / Hörner (BMW), 4:18,5 Min. = 107,9 km/h


Formel Junior
20 Runden à 7,747 km = 154,940 Kilometer
Pos. # Fahrer Wagen Zeit (Std.) Ø km/h
1 15 Michael May Stanguellini 1:13:57,5 125,7
2 6 Renato Pirocchi Stanguellini 1:16:36,8 121,3
3 22 Günter Bechem A-U-Hartmann 1:16:54,1 120,7
4 11 Bill de Selincourt Elva
5 18 Sepp Liebl Simca
6 12 Adrien Bec Stanguellini
7 23 Walter Schatz A-U-Hartmann
8 16 Erich Bode Bode Junior
9 14 Uno Jensen Alfa Dana
10 9 Eugene Hall Halson
15 Fahrer gestartet, 5 nicht gewertet
Schnellste Runde: Michael May (Stanguellini), 3:39,8 Min. = 126,9 km/h



Für die Bilder vom Int. ADAC-Eifelpokal-Rennen 1959 bedanken wir uns bei Wolfgang Thierack.

Quellen: Programmheft, ONS-Mitteilungen, das motorrad

Veröffentlichung: 11. Dezember 2016
Copyright: Burkhard Köhr


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